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Neuss
Rot-Kreuz-Laden hat eröffnet

Neuss: Rot-Kreuz-Laden hat eröffnet
Marc Dietrich, Daniela Boy und Sigurd Rüsken im Rot-Kreuz-Laden. FOTO: ati
Neuss. Zahl der Helfer gewachsen. Immer mehr Flüchtlinge kommen als Kunden.

Der Umzug in ein neues Ladenlokal an der Friedrichstraße hat sich schon bezahlt gemacht. Denn dort ist die Gruppe der ehrenamtlichen Helfer, die im Rot-Kreuz-Laden mitarbeiten, inzwischen auf knapp 20 gewachsen. Mit ihnen zusammen feierten Marc Dietrich und Sigurd Rüsken vom DRK-Vorstand am Dienstag, fast drei Wochen nach dem Verkaufsstart, mit einer Modenschau Neueröffnung.

Der DRK-Laden, in dem es vor allem Mode aus zweiter Hand zu kaufen gibt, existiert schon seit mehr als 20 Jahren. Bislang war er an der Tückingstraße angesiedelt, lag dort aber auf der ersten Etage. Das machte einen Besuch der Kleiderkammer für Kunden mit gesundheitlichen Einschränkungen schwierig. Und klein war der Laden dort auch. Am neuen Standort stehen 290 Quadratmeter zur Verfügung, berichtet Daniela Boy, die beim DRK Neuss die Sozialarbeit verantwortet. "Dafür müssen schon jede Menge Besucher kommen", sagt sie mit Blick auf die Kosten.

Denn mit der Second-Hand-Mode sind keine großen Gewinne zu erwirtschaften. "Kindersachen liegen zwischen 50 Cent für Unterwäsche und drei Euro für einen Mantel", sagt Boy. Auch Erwachsene kaufen günstig ein, zahlen zwischen 50 Cent und vier Euro. Das funktioniert nur, weil im Rot-Kreuz-Laden gespendete Textilien angeboten werden, sowie solche, die über die Altkleider-Container gesammelt werden.

Das preiswerte Angebot hat sich schon herumgesprochen. Neben Senioren, Sozialhilfeempfängern oder kinderreichen Familien finden zunehmend Flüchtlinge, die der Stadt dauerhaft zugewiesen wurde, den Weg in die Einrichtung.

In den Laden integriert wurde auch das Beratungsbüro für Senioren und Migranten. Das erspart denen zusätzliche Wege und bringt mehr Frequenz für den Laden. Vom 1. Oktober an ist an der Friedrichstraße auch die regionale Flüchtlingsbetreuerin des DRK anzutreffen.

Geöffnet ist der Laden montags bis freitags von 9 bis 13 Uhr. In dieser Zeit werden auch Kleiderspenden angenommen. Und das das ganze Jahr über, wie Boy betont: "Einige Flüchtlingseinrichtungen haben Annahmestopp - wir nicht."

(-nau)
 
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