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Neuss
Russischer Generalkonsul in Neuss

Neuss. Vladimir Sedykh aus Bonn besuchte die Internationale Schule am Rhein. Von Sebastian Bergmann

Mit strammen Schritten betritt Vladimir Sedykh das Foyer der Internationalen Schule am Rhein (ISR). Zwar schaut der Generalkonsul bei seiner Ankunft in der ISR leicht grimmig. Doch die Worte, die er an die dort wartenden Eltern russischer und deutsch-russischer Schüler gestern richtet, zeugen von Herzlichkeit und dem Ziel, die deutsch-russischen Kontakte intensivieren zu wollen. "Wenn wir die guten Beziehungen, die in den letzten Jahren aufgebaut worden sind, wieder verlieren würden, wäre das ein Verbrechen", sagte Vladimir Sedykh, der von Victor Ilskiy, Vertreter des Wirtschafts- und Handelsbüros in Berlin, begleitet wurde.

Den Besuch der russischen Gäste nutzten Peter Soliman, Geschäftsführer der ISR, und Schulleiterin Eileen Lyons, um ihre Bildungseinrichtung und -arbeit vorzustellen. Auch Bürgermeister Reiner Breuer sowie Landrat Hans-Jürgen Petrauschke ließen es sich nicht nehmen, den Besuch persönlich zu begrüßen. Zustande gekommen war das Treffen mit den Russen durch Jens Barth, den Vater eines Schülers an der ISR.

Der kurzen Begrüßung im Foyer folgte zunächst eine Vorstellungs- und Diskussionsrunde, dann stand ein gemeinsames Mittagessen auf dem Programm. In Gesprächen mit russischen Eltern vertiefte Vladimir Sedykh sein Wissen zur Bildung in Deutschland. Dabei zeigte er sich sehr aufmerksam und ließ sich von den russischen Eltern über deren Erfahrungen in der Region und insbesondere mit der ISR berichten. Peter Soliman erklärte zudem, dass es "unser Ziel ist, unter die Top 20 der internationalen Schulen in Europa zu gelangen". Zum Abschluss des Besuchs führten russische Schüler die Gäste durch die Klassenräume.

Der Generalkonsul und die Schulvertreter verständigten sich schließlich darauf, den Dialog auf kultureller- und Bildungsebene weiter auszubauen. Unter anderem wurde ein deutsch-russischer Schüleraustausch geplant.

Die russische Gemeinschaft der ISR besteht derzeit aus etwa 30 Familien. Viele von ihnen leben langfristig in der Region, sind selbstständige Unternehmer und lassen ihre Kinder zweisprachig in der ISR unterrichten. Insgesamt werden in der Internationalen Schule über 650 Kinder aus mehr als 40 Nationen unterrichtet.

Quelle: NGZ
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