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Neuss
Sachspenden für Rumänien boomen

Neuss. Vereinsgründer Wolfgang Kriesemer reist und spart für ein neues Haus.

Die Rumänienhilfe Neuss profitiert von der Flüchtlingssituation beziehungsweise der dadurch ausgelösten Welle der Hilfsbereitschaft. Denn weil viele Sachspenden in den Flüchtlingsunterkünften nicht mehr angenommen werden, bringen die Neusser ihre Spenden zur alten Schokoladenfabrik, wo Wolfgang Kriesemer jeden Samstag Annahmetermin hat.

Vergangenen Samstag konnte der Verein deshalb einen Hilfsgütertransport nach Rumänien in Marsch setzen, nur wenige Wochen nach Abschluss der Weihnachtspäckchenaktion. Zu diesem Anlass konnten über 7000 Pakte in Waisenhäuser und bedürftigen Familien verteilt werden. Und es wird weiter gesammelt. Die Kamelle zum Beispiel, die die Kinder des Gymnasiums Knechtsteden an den Karnevalszügen sammeln, würden für Rumänien gespendet, sagt Kriesemer.

Er selbst sammelt auch - Geld vor allem. Denn nicht nur für die Transporte, die mit jeweils 2000 Euro zu Buche schlagen, muss der Verein flüssig sein, sondern auch um seine inzwischen sechs Häuser in Schuss zu halten, die der Verein in Rumänien hergerichtet und dem rumänischen Ableger von SOS-Kinderdorf zur Verfügung gestellt hat. Ein weiteres würde Kriesemer gerne noch erwerben - wegen der Not in dem südosteuropäischen Land.

Eines dieser Häuser in St. Anna macht dem Verein derzeit große Probleme. Denn weil es nur Holztreppen hat, dürfen inzwischen dort keine Kinder mehr wohnen. Der Verein hat das Haus der Stadt St. Anna übereignen wollen, doch auf das Angebot nichts mehr gehört. Im Mai wird er nachfassen. Denn dann ist Kriesemer als Ehrenbürger von St. Anna wieder in St. Anna - diesmal auf Einladung der Stadt.

(-nau)
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