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Neuss
Schießerei am Jröne Meerke: Täter stellt sich

Neuss. Der Tatverdächtige ist gefasst, doch die Tatwaffe unauffindbar. Deshalb ermittelt die Polizei weiter mit Hochdruck gegen einen 18-jährigen Mann, der am Mittwochnachmittag mit zwei Kontrahenten in Streit geraten war und diese am Ende mit Schüssen aus einer Gaspistole verletzt hatte. Ihm wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.

Über die Hintergründe des Streites machte die Polizei auch 24 Stunden nach dem Zwischenfall keine Angaben. Aber die Fakten, die die Ermittler zusammengetragen haben, lassen nun folgendes Bild erkennen: Gegen 16 Uhr am Mittwochnachmittag kam es auf einem Parkplatz an der Viersener Straße, nahe des Jröne Meerke zu einem Streit zwischen drei Personen. Beteiligt waren ein 18-jähriger Neusser sowie zwei 20 beziehungsweise 21 Jahre alte Männer. Erst wurde der Zwist zwar lautstark aber nur verbal ausgetragen, dann zog der Neusser die Gaspistole - und drückte ab. Anwohner hörten die Schüsse und alarmierten die Polizei.

Der 20- und der 21-Jährige trugen Verletzungen im Gesicht davon. Sie wurden unter notärztlicher Begleitung in die Uniklinik Düsseldorf gebracht. Der Täter flüchtete nach dem Vorfall vom Tatort, eine Fahndung verlief zunächst erfolglos.

Allerdings stellte sich der 18-Jährige noch am Mittwoch der Polizei. Eine Anwältin hatte er zur Polizeiwache Neuss gleich mitgebracht. Nach Feststellung seiner Personalien und einer ersten Befragung wurde der junge Mann wieder auf freien Fuß gesetzt, erklärt ein Polizeisprecher. Nach der Gaspistole wird noch gesucht. Erst wenn diese sichergestellt werden kann, könne die Frage geklärt werden, ob der Neusser sie besitzen durfte, oder ob auch ein Verstoß gegen das Waffengesetz vorliegt.

(-nau)
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