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Neuss
Schneegänse dürfen nicht mehr gejagt werden

Neuss. Die Stadt ist zuversichtlich, die Probleme durch die Gänse im Jröne Meerke in den Griff zu bekommen. Sie erwartet in Kürze die Genehmigung von der Unteren Landschaftsbehörde, auch in der nächsten Brutzeit Eier in den Gelegen der Tiere unfruchtbar machen zu dürfen, teilt Umweltamtsleiterin Dagmar Vogt-Sädler mit. 118 Gänse wurden Ende Mai in dem Naherholungsgebiet gezählt. Damit hatte sich ihre Zahl im Vergleich zum Frühjahr 2014 um 25 verringert. Unter das Jagdrecht fallen laut Vogt-Sädler aufgrund einer Novellierung künftig aber nur noch Kanada-, Nil- und Graugänse, nicht mehr Schnee- und Blässgänse.

Ingeborg Arndt vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) begrüßt dies. "Blässgänse pflanzen sich ohnehin kaum fort und haben sich seit zwei Jahren im Jröne Meerke nicht vermehrt", berichtet sie. Sie hält auch nichts vom Bejagen der Tiere. "In Düsseldorf hat sich gezeigt, dass es nichts bringt", sagt die Grünen-Politikerin. "Während die einen Gänse abgeschossen wurden, machten sich in der Zwischenzeit die Nilgänse breit." Erfolgversprechender seien da die Maßnahmen zur Lenkung der Gänse, wie die Hecke vor dem Spielplatz im Jröne Meerke. Ob dies auch durch Anpflanzungen am Ufer gelinge, müsse sich zeigen. "Leider verfangen sich immer wieder Tiere in den Anwachs-Gittern."

(sug)
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