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Neuss
Schützen prüfen Ausschluss von mutmaßlichem Täter

Neuss. Der Vorstand des Bürger-Schützenvereins Weckhoven um Präsident Dieter Moll muss sich in seiner nächsten Sitzung im Februar mit dem Antrag beschäftigen, Sven F. aus dem Verein auszuschließen.

Ein Vereinsmitglied hatte den Antrag gestellt, der dem Betroffenen nun satzungskonform zugestellt wird, damit er eine Stellungnahme abgeben kann. Der 42-jährige F. hat laut Staatsanwaltschaft gestanden, seinen elfjährigen Neffen Jörg in einer Wohnung in Weckhoven so schwer misshandelt zu haben, dass dieser an den Folgen dieser Verletzungen gestorben ist.

Der mutmaßliche Täter sitzt seit seiner Festnahme Anfang Oktober in Untersuchungshaft. Der Stammverein ebenso wie das ihm angeschlossene Korps der Schützengilde, deren Mitglied Sven F. ist, haben diesen von sämtlichen Veranstaltungen des Vereins ausgeschlossen. Die Vereinsführung betonte aber bei der Voll- und Abrechnungsversammlung am Sonntag gegenüber den Mitgliedern, dass diese Beurlaubung und der Antrag auf Ausschluss nicht als Vorverurteilung verstanden werden dürfe. Allerdings gedachten sie, als an die im vergangenen Jahr verstorbenen Vereinskameraden erinnert wurde, in besonderer Weise auch des elfjährigen Jungen und Opfers.

Der Vorstand berichtete ferner, dass er mit Schaustellern und der Stadt über einen attraktiveren Kirmesplatz 2018 verhandelt. Außerdem berichtete Moll von einem Treffen aller Vereine im Ort und warb dafür, auch die Feste und Veranstaltungen anderer Vereine zu besuchen. Und er bat um Mitarbeit im internen Arbeitskreis "Positive Veränderungen im Schützenverein".

(-nau)