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Neuss
Schützenbüro verkauft Fanartikel zum Fest

Neuss: Schützenbüro verkauft Fanartikel zum Fest
Das Schützenbüro-Trio mit Dirk Lass, Bodo Tilmann und Karl-Heinz Nischack (v. l.) mit einer Auswahl ihrer "Schätze", darunter das Schützenfenster. FOTO: L. Berns
Neuss. Das Schützenbüro im Haus Rottels hat geöffnet. Dort holen Züge ihre Aktivenkarten ab, dort werden auch Souvenirs rund ums Fest verkauft. Von Ludger Baten

Oberleutnant Hermann-Josef Funkel zählt für seine "Knall Hade" noch die Aktivenkarten nach, da steht der Schatzmeister der "Treuen Rheinländer" schon im Türrahmen. "Hier lerne ich im Laufe der Tage das komplette Regiment kennen", sagt Bodo Tillmann (61) aus dem Schützenbüro-Team, doch zu einer längeren Betrachtung bleibt keine Zeit, denn eine Kundin möchte ihre Tribünenkarten abholen und bestellt sofort neue: "Die selben Plätze fürs nächste Jahr bitte reservieren." Derweil spricht Dirk Lass (61) ohne Unterbrechung ins Telefon und lässt dabei seinen Bildschirm nicht aus den Augen: "Die Zugwege haben sich in diesem Jahr nicht geändert." In diesem Gewühl und Geschnatter behält Karl-Heinz Nischack (65) die Ruhe und breitet die Sammlung seiner Merchandising-"Schätze" aus: "Das Schützenfenster in Kleinformat haben wir jetzt neu im Angebot."

Übers Jahr hat das Schützenbüro nur am Mittwochvormittag geöffnet. Doch "vör de Dach" ist in Neuss alles anders: In den sechs Wochen zwischen der Bürgerversammlung (Zog-Zog!) und dem Schützenfest ist das Büro eine viel gefragte Anlaufstelle: Dienstleister für Schützen, Servicecenter für Zuschauer und Fanshop für alle. Drei langjährige Schützen, mit Details und Besonderheiten bestens vertraut, reichen kaum aus, alle Ansprachen zeitnah und kundenfreundlich zu erledigen.

Bei aller Betriebsamkeit kommt kein Stress auf; dass zwischen Personal und Kunden ein Wir-Gefühl existiert, ist spürbar. "Für mich verschmelzen hier Beruf und Hobby", sagt Dirk Lass, der bereits seit 2006 zum Team gehört. "Ich liebe den direkten Austausch mit den Menschen", betont Bodo Tillmann die Außenwirkung, während Karl-Heinz Nischack gefällt, "dass wir drei hier so gut zusammenarbeiten. Das bereitet mir Freunde."

Das Trio, das wie kein anderer den Puls an der Hand der Schützenfest-Trends hat, freut sich über die im Vergleich zu den Vorjahren steigende Nachfrage nach Tribünenkarten. Wer die Parade sehen will, der muss sich für eine Dauerkarte entscheiden. Ansonsten gibt es für Kurzentschlossene zu den Festzügen auch noch Karten an den Tribünenaufgängen. Unter den Souvenirs sind die Kaffeetassen ein Renner, aber auch die nur 15 Euro teuren Polohemden finden viele Abnehmer.

Eine spezielle Kundschaft locken die Schützen-Pins an, die alljährlich in großer Auswahl und mit vielen Motiven angeboten werden. "Die Sammler wissen genau, welche Exemplare ihnen fehlen", sagt Bodo Tillmann, "ein Stammkunde reist Jahr für Jahr aus den Niederlanden an, um die neueste Pin-Kreationen rund ums Schützenfest zu kaufen."

Das Schützenbüro an der Ober-straße hat in diesem Jahr erstmals auch das "Zweite Neusser Schützenfenster" im Kleinformat (53 mal 21 Zentimeter) im Angebot, das in einer limitierten Auflage produziert wurde. Es wurde vom Neusser Künstler Heribert Münch gestaltet und das Original schmückt das Fenster über der Eingangstür zum Schützenmuseum. Es kostet 169 Euro; Inhaber einer RP-Premiumkarte bezahlen nur 149 Euro.

Quelle: NGZ
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