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Neuss
Schützenpräsident ist stolz auf Nachwuchs

Neuss: Schützenpräsident ist stolz auf Nachwuchs
Neuss. Jochen Hennen hat sein erstes Schützenfest an der Spitze des Komitees erlebt. Der "Spätberufene" freut sich über die Arbeit im Edelknabenkorps, die Mannschaftsleistung im Vorstand und einen Freund im Schützenkönigsamt. Von Christoph Kleinau

Die Schützenkarriere von Jochen Hennen (43) begann nicht in kurzen Samthosen. "Ich bin ein Spätberufener", sagt der neue Schützenpräsident, der zwar auf der Furth groß wurde und immer Kirmes feierte, aber erst mit 17 Jahren als Jungschütze zur St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft fand. Trotzdem ist er froh, dass es das Edelknabenkorps gibt, das an den gerade zurückliegenden Schützenfesttagen eine zweite Schwenkfahne weihen konnte. Für ihn sei das Pagenkorps ein Symbol für die Zukunft des Schützenwesens, sagt Hennen. "Schön, wenn man etwas nachkommen sieht."

Er selbst darf sich auch noch als Nachwuchs bezeichnen, hat gleichwohl die Feuertaufe im Präsidentenamt bestanden. Aber nicht alleine, wie er betont. Einerseits hatte das alte Komitee das Schützenfestprogramm schon weitgehend und gut vorbereitet, als Hennen im Februar ohne Gegenstimme zum Präsidenten und Nachfolger von Rolf Stein gewählt wurde. Andererseits fand sich das auf vier (von fünf) Positionen neu besetzte Komitee schnell zusammen. "Jeder ist sich seiner Aufgabe bewusst und nimmt sie auch an", sagt er nicht ohne Anerkennung. Auch der erweiterte Vorstand - vom Archivar bis zum Spendenmeister - ließ das neue Komitee nicht alleine in der Verantwortung zurück. "Normalerweise hat Rainer Göttges als Schießmeister seinen Part am Oberstehrenabend erledigt", nennt Hennen ein Beispiel. Aber auch der habe immer gefragt, ob Not am Mann sei.

Mit Freunden unterwegs: Präsident Jochen Hennen (vo.) mit Präses Korr und Schützenkönigspaar Torsten und Sonja Klein.

Mit dem Vorstand will sich Hennen Anfang Juni zu einer Manöverkritik treffen, eine Woche später dann die Festtage in größerer Runde auch mit den Korpsführern reflektieren. Doch schon zum Festausklang am Dienstagabend, als die Komiteemitglieder ihr Wasserglas endlich gegen ein Bierglas tauschen durften, war sich die Runde einig: "Das hat Spaß gemacht." Ändern, sagt Hennen deutlich, muss man nichts. "Ich sehe dazu keine Notwendigkeit", sagt der Präsident, der seinen persönlichen Ehrgeiz auf ein anderes Ziel richtet: "Ich will in keinen Trott verfallen. Ich habe den Anspruch und die Hoffnung, auch künftig den richtigen Ton bei der Ansprache der Schützen zu treffen", sagt er.

Der Dienstag stellte mit dem Krönungsball - nach dem Bezirksschützenfest als Stelldichein von 16 Bruderschaften am Montag - noch einmal einen Höhepunkt dar. Pfarrer Hans-Günther Korr als Präses der Further Bruderschaft nahm die Inthronisation von Schützenkönig Torsten Klein vor. "Daran wollen wir festhalten", sagt Hennen, der es sich aber nicht nehmen ließ, die Laudatio auf seinen Freund zu halten. "Torsten war der erste, den ich in meine Pläne eingeweiht habe, mich als Präsident zu bewerben", sagt Hennen, der mit Klein auch im Komitee zusammenarbeitet. Da ist der 42-Jährige Geschäftsführer. Gemeinsam verabredeten sich beide darauf, dass Klein beim Bezirkskönigsschießen in Holzbüttgen im Juli mit schießt. Dass Klein im Fall eines Sieges dort beim Bundesschützenfest im September in Werlte die höchste Königswürde erringt, glaubt Hennen aber weniger: "Da wird auf Scheiben geschossen - und das kann er mal ausnahmsweise nicht so gut."

Quelle: NGZ
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