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Neuss
Sicherheitstechnik bald in Grevenbroich

Neuss: Sicherheitstechnik bald in Grevenbroich
Die beiden Geschäftsführer Werner-Robby Fischer (l.) und Axel Fischer stellen das Unternehmen für die Zukunft auf. Im Juni wird mit den Mitarbeitern das 40-jährige Bestehen des Unternehmens gefeiert. FOTO: Fischer
Neuss. Das Neusser Unternehmen hat sich unter den Geschäftsführern Werner-Robby Fischer und Axel Fischer gut entwickelt. Zum "40-Jährigen" der auf Sicherheitstechnik spezialisierten Firma rückt ihr Umzug näher. Das Ziel: Grevenbroich. Von Andreas Buchbauer

Das Wort "Heimat" hat für Axel Fischer (34) und seinen Bruder Werner-Robby Fischer (29) eine große Bedeutung. Die beiden Geschäftsführer sitzen im Konferenzraum ihres Firmensitzes in Neuss-Hoisten, Notausgangsleuchten und verschiedene Modelle von Batterie- und Steuerungssystemen schmücken die Wände. Mit Sicherheitstechnik verdient das Familienunternehmen sein Geld. Neuss, das war immer die Heimat. Doch jetzt, zum 40-jährigen Firmenbestehen, beschäftigen sich die Fischer-Brüder mit Umzugsplänen. Mit der Stadt Grevenbroich ist man in sehr konkreten Verhandlungen. Geht alles glatt, dann zieht die Fischer Akkumulatorentechnik GmbH spätestens 2018 in die Nachbarkommune. "Für uns war immer klar, dass wir im Rhein-Kreis Neuss bleiben möchten. Das ist unsere Heimat", sagt Werner-Robby Fischer.

Die beiden Geschäftsführer sind ein gutes Beispiel für einen erfolgreichen Generationswechsel. Sie haben das Unternehmen, das ihr Vater Werner Fischer 1976 aus der Taufe gehoben hat, erfolgreich für die Zukunft aufgestellt. 2008 gab der mittlerweile verstorbene Firmengründer die Geschäftsführung gesundheitsbedingt an seine Söhne weiter. Die beiden staatlich geprüften Betriebswirte setzen auf Wachstum und Innovation. "Wir möchten die Notbeleuchtung noch sicherer machen und arbeiten an Technologien, die den Markt revolutionieren", sagt Axel Fischer. Dabei orientiert sich die Firma am "Apple-Prinzip". "Wir wollen komplizierte Technik einfacher in der Bedienung machen", erklärt Fischer. Zu den Neuerungen zählen Notbeleuchtungssysteme, die ein akustisches Signal senden, wenn es ein Problem gibt. "Im Notfall muss die Notbeleuchtung funktionieren. Da darf keine Leuchte defekt sein", sagt Axel Fischer. Das Akustik-Signal soll ergänzend zur regelmäßigen Wartung für ein zusätzliches Plus an Sicherheit sorgen - indem es rechtzeitig warnt, falls etwas nicht stimmt.

Die Erfolge von Fischer lassen sich in Zahlen messen. 1999 wurden gerade einmal 3000 Notausgangsleuchten pro Jahr gefertigt, heute sind es mehr als 100.000 pro Jahr. Und die Mitarbeiterzahl ist nicht nur auf rund 70 gestiegen - sie soll auch in Zukunft weiter steigen. Zwei Auszubildende im kaufmännischen Bereich sind derzeit im Unternehmen, für das nächste Jahr wird noch ein Azubi gesucht. "Unser Ziel ist es, den Nachwuchs nach der Ausbildung zu übernehmen", sagt Werner-Robby Fischer. In den nächsten fünf Jahren sollen die Vertriebs- und Servicestrukturen verstärkt werden.

Am Neusser Firmensitz stößt das Unternehmen jedoch an seine Grenzen. Am Hagelkreuz in Hoisten muss dreigliedrig gefahren werden: Vertrieb, Verwaltung und Lager sind zwar in unmittelbarer Nachbarschaft, aber eben nicht in einem Gebäude untergebracht. Und auch wenn die Kollegen im Gebäude gleich gegenüber beziehungsweise die Straße runter sitzen, ist diese Lösung suboptimal. "Wir wollen wieder zusammensitzen, auch mit Blick auf das Zusammengehörigkeitsgefühl", sagt Werner-Robby Fischer. Der avisierte neue Standort in Grevenbroich biete diese Möglichkeit, in Neuss habe sich keine vergleichbare Fläche finden lassen.

Und so sieht es stark danach aus, dass die Firmenfeier zum 40-jährigen Bestehen - am 3. Juni soll es ein großes Mitarbeiterfest geben - der letzte große Akt auf dem Gelände in Hoisten ist. Das "50-Jährige" soll schließlich am neuen Standort gefeiert werden.

Quelle: NGZ
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