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Neuss
Skater tricksen im Keller

Neuss. In den Osterferien findet im Haus der Jugend seit mehreren Jahren das "Game of Skate" statt. In zwei Altersklassen zeigen die Teilnehmer ihre Sprünge mit dem Skateboard, am besten waren Dominic Wenzel und Stefan Dittus. Von Hendrik Gaasterland

Von Treppenstufe zu Treppenstufe hinab in den Keller wird es lauter. Fast ununterbrochen knallt es im Skateraum des Haus der Jugend. Für den Lärm sorgen rund 20 Jugendliche und junge Erwachsene, die sich für den "Game of Skate"-Wettbewerb einfahren und alle fast gleichzeitig in dem kleinen Raum ihre Tricks üben. Jedes Mal, wenn die Rollen unter den Boards nach den Sprüngen auf dem harten Boden landen, knallt es lautstark. Dazu läuft im Hintergrund noch Musik.

Einer der Skater ist Dominic Wenzel. Er ist aus Mönchengladbach-Rheydt nach Neuss gekommen und nicht zum ersten Mal beim "Game of Skate" dabei. "Ich habe schon zwei- oder dreimal hier gewonnen - ich weiß es gar nicht mehr so genau", sagt der 19-Jährige, der jeden Tag in seiner Freizeit auf seinem Skateboard steht und sich bereits für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert hat. Einen eigenen Sponsor hat er auch schon, trotzdem sieht er sich vor dem Start nicht als Favoriten. "Ich mache mir keinen Druck. Ich will einfach nur meine Tricks zeigen und Spaß haben."

Auch wenn der Spaß am Skaten eindeutig beim "Game of Skate" im Vordergrund steht, ist den jüngeren Teilnehmern die Nervosität, im Wettbewerb vor Publikum zu fahren, anzumerken. Nicht alle Tricks funktionieren auf Anhieb, wenn ein Sprung dann aber gestanden wird, gibt es von allen anderen Teilnehmern ein anerkennendes Klopfen mit den Boards auf den Boden. Gefahren wird in den Altersklassen U16 und Ü16, damit es fair zugeht und das Leistungsniveau nicht zu weit auseinander liegt. Janosch Holland, Sozialpädagoge im Haus der Jugend, erklärt die Regeln: "Beim ,Game of Skate' fahren zwei Leute gegeneinander. Einer macht einen Trick vor, der andere muss ihn nachmachen. Sollte der Sprung nicht gelingen, bekommt er einen Buchstaben vom Wort ,Skate' zugewiesen. Wer das Wort zuerst komplettmacht, ist der Verlierer. So geht es Runde für Runde bis zum Finale."

Für die Veranstaltung, die sich in den vergangenen Jahren im Haus der Jugend in den Osterferien etabliert hat, hat Janosch Holland wieder namhafte Sponsoren aus der Skaterszene gewinnen können, die Bretter, Achsen oder Kleidung für die Sieger und Platzierten als Preise zur Verfügung stellen. "Das entlastet auch ein bisschen den Geldbeutel der Eltern, denn Skaten ist kein günstiges Hobby", sagt der Sozialpädagoge.

Der erste Platz bei den über 16-Jährigen geht dann auch in diesem Jahr an Dominic Wenzel, hinter ihm folgen Marcel Wirkus und Chris Wild auf den Rängen zwei und drei. In der Kategorie U16 heißt der Gewinner Stefan Dittus, vor Mateusch Paulus und Antoni Zeyer. Mädchen waren dieses Mal übrigens nicht am Start, sie schauten den Jungs lieber am Seitenrand beim Skaten zu.

Quelle: NGZ
 
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