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Neuss
SKM hilft Kindern und Familien seit nun 40 Jahren

Neuss. Aus der "Erziehungsbeistandschaft" von 1975 wurde eine erfolgreiche Beratungsstelle mit breitem Angebot. Von Elisabeth Keldenich

Was 1975 als "Erziehungsbeistandschaft" beim Sozialdienst Katholischer Männer (SKM) begann und aus sage und schreibe einem Mitarbeiter bestand, mündet 2015 in die Beratungsstelle für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe mit insgesamt vier hauptamtlich Tätigen, acht Honorarkräften und zahlreichen ehrenamtlichen Helfern. Zum vierzigjährigen Bestehen blickten jetzt Vorsitzender Klaus Karl Kaster und Geschäftsführer Franz Eßer (SKM) gemeinsam mit dem Leiter der Beratungsstelle Günter Spickermann in den Räumen des katholischen Verbandes an der Hammer Landstraße auf eine erfolgreiche Arbeit zurück, die sich den rasanten Veränderungen in Bezug auf Familie und Erziehungsarbeit angepasst hat.

Unter dem Motto "So viel Ehrenamtlichkeit wie möglich, so viel Hauptamtlichkeit wie nötig" werden in den Bereichen Erziehung, Familientherapie und soziale Gruppenarbeit mannigfaltige Hilfen angeboten. Dazu gehören beispielsweise das Lernen von Konfliktbewältigungsstrategien, Wertevermittlung, Unterstützung Pubertierender, Neugestaltung der Familienstrukturen und Umgang mit Regeln und Grenzen.

Neu im Programm sind das Konflikt- und Kommunikationstraining (KUK), das sich an Kinder zwischen elf und 14 Jahren richtet, und der Kursus "Tierisch coole Kids" für Acht- bis Neunjährige. Hier kommt ein Therapiehund zum Einsatz.

"Die Elternarbeit ist sehr wichtig", betonte der Vorsitzende Klaus Karl Kaster. "Vor allem die Väter müssen wir ins Boot holen", fügte Spickermann hinzu. Jungen fielen meistens durch aggressives Verhalten auf und deuteten so unbewusst auf einen fehlenden Vater hin, meinte er. Die Ansprache durch einen männlichen Mitarbeiter des SKM sei da von Vorteil, um sich auf Augenhöhe zu begegnen, so Spickermann. Die zunehmende Komplexität der Familien wie Alleinerziehende und Patchworkformen berge ständiges Konfliktpotenzial, sagte er weiter.

Der Leitspruch "Im Mittelpunkt steht der Mensch" zeige den christlichen Standpunkt, sagte Franz Eßer. Pastor Jochen Koenig, geistlicher Beirat im Vorstand, betonte, dass beim SKM jedem Menschen ohne Ansehen der Person geholfen werde. "Ich stehe der Einrichtung mit Rat und Tat zur Verfügung", ergänzte er. Wenn nötig, führe er auch Supervisionen für die Mitarbeiter durch, so Koenig.

Quelle: NGZ
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