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Neuss
So wenige neue Wohnungen wie noch nie

Neuss. Die Zahl der Baugenehmigungen in der Stadt hat im Vorjahr einen historischen Tiefststand erreicht. 130 Baugenehmigungen wurden 2009 nach Angaben der Statistiker im Amt für Wirtschaftsförderung erteilt, 54 Prozent weniger als noch ein Jahr zuvor.

Die Höchststände zu Beginn des Jahrzehnts erklärt die Verwaltung mit großen Bauvorhaben in Meertal, Grimlinghausen und Holzheim sowie einer Verdichtung der Bebauung im Dreikönigenviertel. Weil es – vom Projekt "Südliche Furth" mal angesehen – in den Folgejahren Vorhaben in ähnlicher Größenordnung nicht mehr gab, kam es zum Einbruch bei den Genehmigungszahlen.

Die Hoffnung auf steigende Genehmigungszahlen im Bereich Ein- und Zweifamilienhäuser und damit auf eine Belebung der Bautätigkeit macht die Verwaltung an den Baugebiten Nehringskamp, Volmerswerther Straße und Allerheiligen B fest. och gerade in diesem 34 Hektar großen Plangebiet bleibt die Vermarktung hinter den Erwartungen vonLiegenschaften Neuss zurück.

Fertiggestellt wurden im Vorjahr 171 Wohngebäude – 29 weniger als ein Jahr zuvor. Mit Masse (155) handelt es sich um Ein- und Zweifamilienhäuser. Dazu kamen noch 16 Mehrfamilienhäuser. Die Differenz zwischen diesem Wert und den der stärker gesunkenen Anzahl der Genehmigungen erklärt der Begriff Bauüberhang. Das heißt: Die Genehmigung wurde in einem früheren Jahr erteilt, der Bau 2009 fertiggestellt. Aktuell warten 371 Bauanträge auf ihre Umsetzung. Das, so die Verwaltung, lässt auf künftig niedrige Fertigstellungszahlen erwarten. Der Baubestand in Neuss stieg – bereinigt um 23 Wohnungsabbrüche – nur mäßig. 29 078 Gebäude mit 73 564 Wohnungen zählen die Statistiker.

Quelle: NGZ
 
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