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Neuss
Spannende Acoustic-Konzertreihe

Neuss. Die ersten drei Jahre waren ein Erfolg. Jetzt hat die Stadt das Programm für die neue Saison vorgestellt.

Im außergewöhnlich erfolgreichen Angebot Neusser Kulturnischen hat sich die jüngste Konzertreihe fest etabliert. Die "acoustic concerts", die auch mit kleinen musikalischen Formaten zur Revitalisierung des schönen Kulturkeller-Ambiente gedacht waren, haben die ersten drei Jahre mit Erfolg absolviert. Harald Müller, Leiter des Kulturamtes der Stadt Neuss, und der die Reihe verantwortende Mitarbeiter Christian Weber stellten jetzt die neue Saison vor.

Wiederum bilden "junge Klassik" und "Weltmusik" die Schwerpunkte der sieben Konzerte. Die Konzerte zum letzteren Schwerpunkt werden vom Kultursekretariat NRW gefördert. "25 Prozent unserer Bevölkerung haben einen Migrationshintergrund. Sie bringen viel Musik aus ihrer Heimat mit, und haben auch ein Recht darauf, ihre Musik hier zu hören", sagt Harald Müller. Gleich das erste Konzert (8. November) passt in diese Geschichte. "Kapelsky und Marina" haben gerade mit ihrer osteuropäischen Musik zwischen Lebensfreude und Melancholie den "Creole 2014" gegen 600 Mitbewerber gewonnen. Es ist der bedeutendste deutsche Wettbewerb im Bereich der Weltmusik.

Der erste Abend im Bereich der klassischen Musik wird von Christian Ugurel, 2011 Kunstförderpreisträger der Stadt Neuss, mit seinem Berliner Saxofonquartett "Ante" zu Bachs "Kunst der Fuge" am 29. November stattfinden. In einem reinen Klavierabend (3. Januar) wird der georgische Pianist David Tsitskishvili neben Haydn und Brahms auch einen Komponisten seines Heimatlandes präsentieren. Weil das "Tabadoul Orchestra" mit Musikern aus Köln, Ägypten und der Türkei eine große Bühne benötigt, wird das Konzert in memoriam Mohamad Abdel Wahab, des 1990 verstorbenen bedeutendsten Komponisten der arabischen Welt, im Zeughaus stattfinden (31. Januar). Heile Schuch (Violoncello) erhielt 1997 als bis heute jüngste Preisträgerin den Kunstförderpreis der Stadt Neuss. Sie gestaltet dann wieder im Kulturkeller einen Abend mit ihrer Klavierpartnerin Susanne Klovsky (6. März). Traditionelle jiddische Klezmer-Musik verbindet das "Ensemble Draj" mit Blues und moderner Klassik (3. April). Den Schlusspunkt setzt das "Ensemble Sanstierce" mit Liedern des Mittelalters (1. Mai). Alle Konzerte beginnen um 19 Uhr. Der außerordentlich günstige Abonnementpreis von 50 Euro für alle sieben Veranstaltungen wurde beibehalten. Abobestellungen an das Kulturamt.

(Nima)
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