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Neuss
SPD erinnert an Widerstandskämpfer

Neuss. Morgen jährt sich zum 83. Mal der Tag, an dem der Reichstag mit Verabschiedung des Ermächtigungsgesetzes den Weg für eine Entwicklung frei machte, an deren Ende der totalitäre NS-Staat stand.

An diesen 23. März 1933, an dem vor allem der sozialdemokratische Abgeordnete Otto Wels im Reichstag die Stimme gegen dieses Gesetz erhob, erinnert die Neusser SPD mit einer Gedenkstunde und Kranzniederlegung. Sie tut dies an der Gedenktafel für die ermordeten Neusser Widerstandskämpfer, die in der Rathauspassage zu finden ist. Beginn ist um 18 Uhr, alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

"Der 23. März 1933 markiert den Beginn des Weges in die Barbarei", sagt SPD-Fraktionschef Benno Jakubassa. Aber auch in dieser dunkelsten Zeit habe es mutige und entschlossene Menschen gegeben, die sich widersetzten und, wie der SPD-Parteivorsitzende zur Erklärung des Veranstaltungsortes hinzufügt, "dafür ihre Freiheit und sogar ihr Leben riskierten".

Diese Widerstandkämpfer ehrt die Stadt mit einem Denkmal, das im Juli 1992 auf Initiative der SPD errichtet wurde. Für den heutigen Bürgermeisters Reiner Breuer markiert der Beschluss dazu den Beginn seiner politischen Arbeit, bevor er 1999 erstmals in den Rat der Stadt gewählt wurde.

Die Gedenkfeier ist laut Jakubassa auch nötig, um "deutlich und klar ein Zeichen gegen Rechts zu setzen". Eine "vergiftete Debatte um die Flüchtlinge und die radikalen Scharfmacher, die zündeln und hetzen", zwinge dazu, sagt der Parteivorsitzende.

Quelle: NGZ
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