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Neuss
SPD erwägt Rückkehr in Arbeitskreis Sportentwicklung

Neuss. Sportfraktion will im Januar abschließend entscheiden.

Die SPD hat nicht ohne Protest vor knapp einem halben Jahr die Mitarbeit im Arbeitskreis Sportentwicklung aufgekündigt, jetzt klopft sie zaghaft wieder an der Tür an, die sie hinter sich zugemacht hat. Die endgültige Entscheidung soll zwar erst im Januar fallen, wenn die Sportfraktion innerhalb der SPD noch einmal Vor- und Nachteile erörtert hat, sagte Tören Welsch, der sportpolitische Sprecher. Aber es ist gibt starke Befürworter einer Rückkehr. "Es ist schwer zu vermitteln, dass wir die Aufnahme eines Mitglieds des Integrationsrates in diesen Arbeitskreis befürworten, selbst aber weiter außen vor bleiben", sagt er. Das sei irgendwie auch unglaubwürdig.

Im Juli hatte die SPD den Arbeitskreis Sportentwicklung als Hinterzimmergremium abgetan, als "Geheimgremium ohne echte Beschlusskompetenz". Sie kündigte ihre Mitarbeit auf, drängte stattdessen auf einen Sportgipfel, um im direkten Austausch mit den Vereinen zu schnellen Ergebnissen zu kommen, damit Investitionen nicht auf die lange Bank geschoben würden. Die anderen Fraktionen aber wollten ein kleines Gremium schaffen, in dem Themen unbeobachtet von der Öffentlichkeit "quergedacht" werden könnten. Für diese Gruppe hatte erst vergangene Woche Stefan Crefeld (CDU) im Sportausschuss gesprochen, als er - einmal mehr - der SPD die Rückkehr in den Arbeitskreis ans Herz legte.

In diesem Kreis wurde das Fachplanungsbüro IKPS als der Partner identifiziert, der ein Sportentwicklungskonzept erarbeiten soll. Der Auftrag wurde auch mit den Stimmen der SPD durch den Sportausschuss bestätigt. Aber das fertige Konzept wird auch erst wieder im Arbeitskreis erörtert. Die SPD will vorrangig, dass die Bezirkssportanlage einen Kunstrasenplatz bekommt. Das Ziel werde kaum von außen zu erreichen sein, hieß es.

(-nau)
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