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Neuss
SPD-Fraktionschef plädiert für A57-Ausbau

Neuss. Gespräch mit Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) über Entwurf des Bundesverkehrswegeplans.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Arno Jansen, der - die Zustimmung der Delegiertenkonferenz am 5. Oktober vorausgesetzt - für die Sozialdemokraten in den Landtagswahlkampf zieht, hat sich in Düsseldorf mit Verkehrsminister Michael Groschek (SPD) über den Entwurf des Bundesverkehrswegeplans ausgetauscht. Zur Verringerung der Staus im Neusser Süden soll zum Beispiel die A57 auf einer Streckenlänge von neun Kilometern von Dormagen bis in das Autobahnkreuz Neuss-Süd auf sechs Spuren erweitert werden. Dabei soll auf entsprechende Lärmschutzmaßnahmen geachtet werden.

Um mehr Verkehr vom Asphalt auf die Wasserstraße zu verlagern, soll zudem die Binnenschifffahrt gestärkt werden. Dazu ist eine Rheinvertiefung zwischen Duisburg und Neuss geplant. "Ein Schiff holt im Durchschnitt 150 Lkw von der Straße", teilen Groschek und Jansen in einer gemeinsamen Erklärung mit. Der Bundesverkehrswegeplan sei das "größte Anti-Stau-Programm in der Geschichte NRWs".

Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) hatte am Montagabend in der Langen Foundation am Rande der 6. Nationalen Konferenz Güterverkehr und Logistik über den Sachstand zum Bundesverkehrswegeplan informiert. 264,5 Milliarden Euro sollen bis 2030 für Sanierung, Erweiterung und Neubauten der Wege auf Straße, Schiene und Wasser bereitgestellt werden. Dobrindt betonte, dass der Bundesverkehrswegeplan noch bis Jahresende das Parlament passieren soll und die Investitionen dann ab 2017 voranschreiten sollen. IHK-Hauptgeschäftsführer Jürgen Steinmetz fordert Nachbesserungen mit Blick auf die Anbindung der sogenannten ZARA-Häfen (Zeebrügge, Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen).

(abu)
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