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Neuss
SPD will Bericht zum Haltepunkt Morgensternsheide

Neuss. Bau wird als wichtiger Beitrag zur Verkehrsberuhigung rund um das "Etienne" gesehen. Regiobahn-Vertreter eingeladen.

Als Planungsdezernent Christoph Hölters vor nicht einmal vier Wochen die Mitglieder des Initiativkreis Nordstadt besuchte, um über die zukünftige Entwicklung in der Nordstadt aus Sicht des Amtes für Stadtplanung zu referieren, sprachen die Zuhörer ein Thema an, das Hölters so gar nicht auf dem Zettel hatte: den Haltepunkt Morgensternsheide der Regiobahn. Denn um das Thema war es zuletzt still geworden. Die SPD-Fraktion will dieses Schweigen nun durchbrechen und bringt das Thema auf die Tagesordnung des Planungsausschusses am kommenden Mittwoch. Sie verlangt Aufklärung und nach einem Sachstandsbericht.

"In den vergangenen Monaten haben wir immer wieder über die Verkehrsprobleme rund um das Johanna-Etienne-Krankenhaus gesprochen", sagt die stellvertretende SPD-Fraktionsvorsitzende Claudia Föhr. "Eine Stärkung des öffentlichen Personen-Nahverkehrs könnte dabei für eine deutliche Verbesserung sorgen." Der angepeilte Haltepunkt der S28 auf der Furth, unmittelbar am Klinikum der Nordstadt, beschäftigt die Neusser Politik seit vielen Jahren.

Der Rat der Stadt Neuss hat im Februar 2012 über den Standort Morgensternsheide beraten und die Verwaltung beauftragt, die erforderlichen Beschlüsse vorzubereiten. Auch der Aufsichtsrat der Regiobahn hat daraufhin die Geschäftsführung mit dem Beginn der Planung beauftragt.

Im aktuellen Entwurf des Flächennutzungsplanes ist der Haltepunkt zwar schon berücksichtigt, betont die SPD, doch wurde der Bau seitdem immer wieder verschoben worden. Der Ausschuss für Planung und Stadtentwicklung erhielt zuletzt im November 2013 einen Bericht zum Sachstand. Danach zitierte die NGZ im Jahr 2015 den Regiobahn-Geschäftsführer Stefan Kunig mit der Aussage, die Wahrscheinlichkeit, dass die Haltestelle gebaut wird, liege "im einstelligen Prozentbereich". Eine Äußerung, die von den Politikern im Regiobahn-Aufsichtsrat sofort zurückgewiesen wurde.

"Mit dem Regiobahn-Haltepunkt könnte das Nahverkehrsangebot für den Neusser Norden deutlich ausgeweitet und verbessert werden", sagt Föhr. Die Stadtverordnete, die immer wieder von Bürgern auf dieses Thema angesprochen wurde, wünscht sich nun, dass ein Vertreter der Regiobahn in den Ausschuss kommt und Klartext redet.

(-nau)
 
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