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Neuss
St.-Pius-Gemeinde feiert 50-Jähriges

Neuss. Beim Festakt am Wochenende gab es eine Reise in die Vergangenheit.

Wenn eine Gemeinde 50 Jahre alt wird, ist das ein Grund zum Feiern. Und die St.-Pius-Gemeinde erinnert gleich mit einer ganzen Festwoche an die Gründung des abhängigen Rektorates, die am 4. März 1966 im Amtsblatt des Erzbistums annonciert worden war.

Heilige Messen, ein Cocktail-Abend der Katholischen Frauengemeinschaft (kfd) oder das Pfarrkonzert lockten viele Gemeindemitglieder, ebenso wie der Höhepunkt des Veranstaltungsreigens: die Festmesse, bei der der Jugendchor der 70er und 80er Jahre gemeinsam mit Kindern und Enkelkindern Lieder "von früher" sang. "Damit verbindet er die gute Geschichte mit der ebenso wichtigen Gegenwart", betonte Cornel Hüsch, stellvertretender Diözesanratsvorsitzender, der den anschließenden Festakt moderierte.

Dazu waren viele bedeutende Menschen eingeladen, die das 50-jährige Bestehen der St.-Pius-Gemeinde in weiten Teilen begleitet haben. Darunter zum Beispiel Karl Bongers, der bis zu den Anfängen zurückblickte. "St. Pius X. ist entstanden, weil die Dreikönigenpfarre nach dem Zweiten Weltkrieg zu schnell wuchs. Der vom Kölner Erzbischof Josef Kardinal Frings 1966 unterzeichnete Erlass zur Gründung des Rektorates St. Pius X. gilt als Geburtsurkunde der Pfarre, die erst 1971 kirchenrechtlich selbstständig wurde", erklärte Hüsch.

Nachdem der stellvertretende Diözesanratsvorsitzende seine Gesprächspartner und die Gemeindemitglieder die Vergangenheit hatten Revue passieren lassen, ging es auch um die Gegenwart: Dazu berichtete Annemarie Hohenecker, Vorsitzende der kfd St. Pius X. über die heutigen Aufgaben: "Die kfd ist Bindeglied für eine gute Gemeinschaft, die Mitarbeiterinnen sind an vielen Stellen ehrenamtlich tätig." Vielfältige Aktionen wie Besinnungsabende, Museums- und Kinobesuche, ganztägige Jahresausflüge oder der Besuch älterer Pfarrmitglieder an ihren Geburtstagen bestimmen den Kalender der kfd.

Einen Blick in die Zukunft warf Cornel Hüsch mit Pfarrer Georg Assmann, der frisch aus München anreiste: "Wir wollen eine Kirche der Einladung sein. Wir wollen nicht nur verkünden, was wir von den Menschen erwarten, sondern umgekehrt auch erfahren, was sie von uns erwarten." Das sei eine Aufgabe, die in Zukunft auch Enttäuschungen mit sich bringen würde, "aber auch dann werden wir da sein, um Trost zu spenden".

(vest)
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