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Neuss
Stadt besitzt Kunst für fast 31 Millionen Euro

Neuss. Zur Aufstellung gehören auch die Sammlungen des Sels-Museums und Kunst im öffentlichen Raum. Von Helga Bittner

Der Ankauf des Gemäldes "Maître X" von Georges Rouault für die Sammlung des Clemens-Sels-Museum dürfte dazu beigtragen haben, dass der Wert der Kunst im städtischen Besitz auf rund 30.900 000 Euro gestiegen ist. Insgesamt beträgt der Wert der Neuzugänge des vergangenen Jahres 197.259 Euro. Die Kulturpolitiker lassen sich in Abständen über die Entwicklung durch die Kulturverwaltung unter Christiane Zangs informieren.

Demnach wurden folgende Objekte wurden angeschafft: das Gemälde "Herzog Alexander Farnese von Parma übergibt die zurückeroberte Stadt Neuss" und die Radierung "Ehrung des Alexander Farnese ..." von niederrheinischen Meistern gemalt, die Aquarelle "Notwendigkeit des ..." und "Erklärungsversuch" von Heike Schwegmann, eine Skulptur ohne Titel von Holt, der Lamdaprint "Motiv Erft" von Jürgen Hille, die Fotografie "Two broken bodies" von Jennifer Lopez-Ayala; das Acrylbild "Kandelaber" von Melanie Richter, die Zeichnung "Crystalization" von Ekkehart Panek, die Collagen "Künstler am Abgrund" und "Selbstportrait ...." von Barbara Meisner, die Skulptur "P/3.1 edition" von Amit Goffer, ein Bild ohne Titel von Axel Nass, die Drucke "Hund", "Mädchen" und "Junge" von Heike Barath, die Fotografie "Lever le Rideau" von Hildegard Monßen, die Fotografie "Ufer" von Jürgen Weitz, das Objekt "Edition Kopf" von Maria Gilges, die Zeichnung "Bartleby" von Rolf Geissler, ein Bild ohne Titel von Verena Freyschmidt und das Acrylbild "Entensommer" von Willy Leenen. Voraussetzung für jeden Ankauf zeitgenössischer Arbeiten ist der Bezug zu Neuss: Entweder handelt es sich bei den Künstlern um gebürtige Neusser oder sie arbeiten und (leben unter Umständen) in der Stadt.

In den Jahren von 2012 bis 2014 wurde der Kunstbesitz der Stadt um Neuzugänge im Wert von insgesamt 153.951 Euro vergrößert. Zusammen mit den Zugängen aus dem vergangenen Jahr, also 2015, ist der Wert um insgesamt 351.210 Euro auf rund 30.900 000 Euro gestiegen. Darin enthalten sind nicht nur die Sammlungen des Clemens-Sels-Museum wie die der Symbolisten oder auch Naiven Künstler, sondern auch die Kunstwerke, die im öffentlichen Raum auf dem Gebiet der Stadt zu sehen sind.

Über den Preis des Gemäldes "Maître X" (1949-56), das das Clemens-Sels-Museum passend zur Wiedereröffnung im vergangenen Jahr aus dem Besitz der Künstlerfamilie kaufen konnte, ist nichts festgehalten. Allerdings hat die Kunststiftung NRW den Ankauf unterstützt.

Das Gemälde ist für die Sammlung des Clemens-Sels-Museum von besonderer Bedeutung. Denn Georges Rouault (1871-1958) war ein Schüler von Gustave Moreau (1826 -1898), von dem das Haus am Obertor als einziges Museum gleich drei Arbeiten besitzt. Rouaults Bindung an den Maler Moreau war sehr eng, und so wurde er 1903 auch Konservator des staatlichen Musée Moreau, in dem er das Andenken an das Werk seines Lehrers wachhalten konnte.

Quelle: NGZ
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