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Neuss
Stadt gibt Notunterkunft auf

Neuss. Dreifachturnhalle wird geräumt, Traglufthallen nicht sofort ganz benötigt.

Die Dreifachturnhalle Allerheiligen, in der seit Mitte Januar Flüchtlinge untergebracht sind, wird zeitnah geräumt und den Sportvereinen wieder zur Verfügung gestellt. Das versicherte Bürgermeister Breuer gestern Abend dem Rat. Damit hält sich die Stadt an den vor allem mit dem SV Rosellen, der in besonderer Weise auf die Halle angewiesen ist, abgestimmten Zeitplan und an dem Ziel fest, die Belastungen für die Bürger möglichst gering zu halten.

Die Räumung solle Zug um Zug erfolgen, sagte Breuer. Taktgeber dabei sind Lieferung und Montage der beiden Traglufthallen, die im März auf dem Gelände des ehemaligen VfR-Stadions an der Hammer Landstraße errichtet werden sollen und Platz für jeweils bis zu 300 Flüchtlinge bieten.

Bestellt wurden die Hallen, deren Miete jeweils 1,2 Millionen Euro im Jahr verschlingt, unter dem Eindruck wachsender Flüchtlingszahlen, die vom Land zugewiesen wurden. Von 100 Flüchtlingen pro Woche war Sozialdezernent Stefan Hahn im Dezember ausgegangen. Faktisch aber wurden die Zuweisungen zuletzt eingestellt und bis Ende März ausgesetzt. Grund: Die Flüchtlinge werden zuvorderst in die Großstädte geschickt, die ihre Quote noch nicht erreicht haben.

Unter dem Strich bedeutet die Entwicklung, dass die Traglufthallen zumindest einige Wochen lang nicht gebraucht werden und zumindest teilweise leer bleiben werden, sagte Hahn.

Die Dreifachturnhalle in Allerheiligen war im Dezember als Notunterkunft für bis zu 300 Flüchtlinge hergerichtet worden. Auch damals zeigte sich, wie schwer die tatsächliche Entwicklung bei der Zuweisung von Asylsuchenden zu prognostizieren ist. Denn die Halle, deren Bewohner vom DRK betreut werden, blieb zunächst leer. Erst Mitte Januar zogen dort die ersten 100 Menschen ein, meist waren das Familien.

(-nau)
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