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Neuss
Stadt hofft auf Bundes-Geld für Internet an Schulen

Neuss. Breitbandausbau soll bis zum Jahresende neuen Standard erreichen. Im Schuljahr werden 820 Computer angeschafft.

Die Stadt versucht, im Schulterschluss mit dem Rhein-Kreis Zuschüsse aus dem Bundesprogramm Breitbandausbau zu bekommen. Dieses Förderprogramm des Ministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur kann nämlich jetzt auch für Gigabit-Anschlüsse in Schulen genutzt werden - und das ist ein Kernziel der städtischen Planung. Denn der Breitbandausbau an den Schulen ist ein wichtiger Bestandteil der Medienplanung, zudem beobachtet auch die Politik, wie es Ralph-Erich Hildebrandt (SPD) im Schulausschuss formulierte, eine tiefgreifende Veränderung in Richtung mobiler Geräte.

Vor allen anderen Anstrengungen steht der Ratsbeschluss, unterversorgte Schulen, zu denen der Stadtverordnete Thomas Kaumanns (CDU) zum Beispiel die weiterführenden Schulen in Norf zählt, so ans Internet anzuschließen, dass die Datenleitungen mindestens 50 Megabits in der Sekunde verarbeiten können. Das Ziel sollte bis zum Jahresende erreicht werden, befindet sich auch in der finalen Umsetzung, wie es Ingo Habermann ausdrückte. Der Leiter des Schulverwaltungsamtes will dem Ausschuss in der Sitzung am 21. November einen detaillierteren Bericht vorlegen. Bis dahin ist auch geklärt, ob die Aufnahme der Neusser Schulen in das Breitbandförderprojekt des Bundes möglich ist.

Neben den Leitungen bemüht sich die Stadt zudem, auch die Hardware auf den neuesten Stand zu bringen. Im laufenden Schuljahr werden an die Neusser Schulen etwa 820 neue Computer ausgeliefert, davon gut 270 mobile Endgeräte. Mit 120 iPads konnten bereits die Grundschule Allerheiligen, das Nelly-Sachs-Gymnasium, die Janusz-Korczak-Gesamtschule und die Gesamtschule Nordstadt ausgestattet werden. Sie hatten ihr pädagogisches Medienkonzept schon auf die Möglichkeiten dieser Geräte zugeschnitten. Bei andere Schulen ist genau dies in Arbeit.

Trotz der Computer ist Habermann überzeugt, dass das Buch als Lernmittel an den Schulen weiter von Bedeutung bleiben wird. Die Stadt gab für das neue Schuljahr 770.500 Euro für 49.300 Bücher aus, die im Rahmen der Lernmittelfreiheit angeschafft wurden. Das Geld habe ausgereicht, merkt Habermann an, alle Buchwünsche der Schulen zu erfüllen.

Für 3975 Kinder zahlt die Stadt zudem Schülerfahrkosten. Sie reisen mit dem "Schoko-Ticket".

(-nau)
 
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