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Neuss
Stadt lässt Kaffee-Becher von Schülern entwerfen

Neuss. Becher sollen für höchstens fünf Euro verkauft werden.

Die Stadtverwaltung macht Neusser Schüler zu Designern. Zumindest für die geplanten Mehrweg-Kaffeebecher, mit deren Anschaffung die Stadt von der Politik auf Antrag der SPD jüngst beauftragt worden war.

Im vergangenen Umweltausschuss nannte Dezernent Matthias Welpmann Details: "Wir haben einen Schülerwettbewerb gestartet. Es liegen schon einige schöne Entwürfe vor." Das Design, so die Vorgabe, soll individuell sein, darf sich im Look aber nicht all zu sehr von anderen Merchandise-Artikeln der Stadt unterscheiden.

Verschiedene Materialien bietet der Markt genug. Die Neusser Becher sollen nach Vorstellung der Verwaltung aus recyclingfähigem Kunststoff bestehen. "Welche Bäcker und Läden sich beteiligen, ist noch offen. Wir müssen mit jedem sprechen", so Welpmann, der von einem "Verdrängungswettbewerb" spricht. Immerhin sollen - so der Plan - die Betreiber kein Interesse mehr daran haben, ihre eigenen Einwegbecher auszugeben.

Die Thermo-Becher sollen für maximal fünf Euro pro Stück an den Endkunden verkauft werden. Der Vertrieb wird auf Kommissionsbasis organisiert, wobei die Kommissionsprovision für die Vertriebsstellen mit ungefähr 2,50 Euro je Becher kalkuliert wird. "Somit können im Idealfall 2,50 Euro pro Becherverkauf als Einnahmen wieder an die Stadt zurückfließen", heißt es in der Beschlussempfehlung der Stadtverwaltung. Carsten Thiel, Vorsitzender der UWG Neuss, sprach sich dafür aus, die Betriebskosten zu senken.

Die Kosten für die 1000 Becher sollen in der ersten Phase mit 8000 Euro veranschlagt werden - 5000 für Gestaltung und Beschaffung und 3000 Euro für Werbung und Öffentlichkeitsarbeit.

(jasi)
 
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