| 00.00 Uhr

Neuss
Stadt sucht einen Immobilien-Profi

Neuss: Stadt sucht einen Immobilien-Profi
FOTO: Woitschützke Andreas
Neuss. Gebäudemanagement wird umstrukturiert. Größtes Problem: Personalmangel. Von Christoph Kleinau

Die Stadtverwaltung beauftragt einen Head-Hunter mit der Suche nach einem neuen kaufmännischen Leiter für das inzwischen nicht mehr defizitäre Gebäudemanagement (GMN). Dieser Personalprofi soll im Markt erst einmal mit den Angeboten für einen Job im Neusser Rathaus werben, die das Tarifrecht des öffentlichen Dienstes hergibt. Ob das reicht, bleibt abzuwarten. Möglicherweise, so hieß es im Anschluss an eine nicht-öffentliche Sitzung des Finanzausschusses, muss man ein übertarifliches Angebot nachschieben.

Die Aufgabe für den neuen Kaufmann im GMN ist nicht ohne. Der Betrieb, der sämtliche Immobilien der Stadt betreut und bei vielen öffentlichen Bauvorhaben auch als Bauherr fungiert, bewegt laut Wirtschaftsplan für das nächste Jahr mehr als 60 Millionen Euro.

Zuletzt hatte Dirk Reimann, Vorstandsmitglied beim Neusser Bauverein, die kaufmännische Leitung nebenamtlich miterledigt und das GMN aus den roten Zahlen geführt. Er soll aus dieser Verantwortung entlassen werden, sobald der "Neue" in Vollzeit antritt. Das soll möglichst schnell geschehen.

Jeder Bewerber muss wissen, dass das GMN mit seinem Dienstantritt neu aufgestellt wird. Die neue Struktur schon jetzt einzuführen, lehnte die schwarz-grüne Mehrheit in dieser von Jörg Geerlings (CDU) einberufenen Sondersitzung ab.

An die Spitze des städtischen Eigenbetriebs tritt Planungsdezernent Christoph Hölters als neuer "Erster Betriebsleiter". Gleich darunter steht in dem neuen Organigramm der noch zu suchende Kaufmann, dem eine - ebenfalls neue - Gruppe "Prozesssteuerung/Auftragsvergabe" zuarbeitet. Darunter gliedert sich das GMN in das Technische Gebäudemanagement, wo Andrea Schiefke als Chefin gesetzt ist, ein kaufmännisches sowie ein infrastrukturelles Gebäudemanagement mit sämtlichen Hausmeistern. Ein Problem des GMN löst die Struktur nicht: den Personalmangel. "Wir haben kein Häuptling-, sondern eher ein Indianerproblem", sagt Jörg Geerlings, der Vorsitzende des GMN-Betriebsausschusses auf Nachfrage. Er spricht von einem "halben Dutzend" Stellen, die nicht besetzt sind. "Wenn das GMN auf seine alte Sollstärke käme, wäre denen schon geholfen", sagt Geerlings.

Quelle: NGZ
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Neuss: Stadt sucht einen Immobilien-Profi


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.