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Neuss
Stadt will Museumsarchitekten nicht auf dem Podium

Neuss. Ob - und vor allem in welcher Form - eine geplante Podiumsdiskussion zur avisierten Schenkung einer umfangreichen Jugendstil-Sammlung und zur dafür notwendigen Erweiterung des Clemens-Sels-Museum stattfinden wird, steht in den Sternen. Von Helga Bittner

Die Idee zu der Veranstaltung kam aus der Bürgerschaft, von Karlhans Pfleiderer, ehemaliger Vorsitzender des RLT-Fördervereins und von Hause aus Architekt, der dabei vom ehemaligen Ratsherrn der Grünen, Roland Kehl, unterstützt wird. Am 4. April sollte sie stattfinden, und als Architekt hatte Pfleiderer Wert darauf gelegt, dass auch sein Kollege Gernot Schulz aus Köln mit seinem Entwurf eines Anbaus daran teilnimmt, um eben diesen zu erläutern. "Mir geht es darum, Transparenz auch über die Pläne herzustellen", sagt Pfleiderer zu seinen Beweggründen. Nach seiner Aussage will die Stadt jedoch nicht, dass Gernot Schulz an der Diskussion teilnimmt, so dass dieser seine ursprüngliche Bereitschaft zurückgezogen habe.

"Die Stadt ist der Auftraggeber des Architekten", erklärt dazu Bürgermeister Reiner Breuer, daher könne Gernot Schulz als Person nicht einfach gefragt werden, sondern müsse die Anfrage über die Stadt gehen. "Mir liegt kein offizieller Antrag vor", sagt Breuer, der zudem noch betont: "Die Vorentwurfsplanung bleibt auch nicht so."

Allerdings stellt er in Abrede, dass überhaupt kein Vertreter der Stadt an der Diskussion teilnehmen soll. Er selbst wäre der Letzte, der Transparenz und Bürgerbeteiligung unterbinden würde, sagt Breuer. Aber auch dafür müsse es eine offizielle Anfrage über sein Büro geben, stellt er klar, eine solche aber habe er nicht vorliegen.

Grundsätzlich, so erklärt er weiter, wäre wohl Planungsdezernent Christoph Hölters der Richtige, um an dieser Diskussion teilzunehmen, denn er sei mit allem, was den Bau und die Voraussetzungen betreffe, befasst: "Er könnte am besten die Lage erklären."

Quelle: NGZ
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