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Neuss
Stadtbadschließung ist vom Tisch

Neuss. Rat soll im Februar über neues Bäderkonzept und Investitionen entscheiden.

Zur langfristigen Sicherung der Schwimmbadinfrastruktur in Neuss sind in den kommenden Jahren größere Investitionen notwendig. Kernproblem sind dabei aktuell die hohen Sanierungskosten für das Stadtbad, das vor allem von Schulen und Vereinen genutzt wird. Eine ersatzlose Schließung dieses Bades ist aber vom Tisch. Diese Option werde nicht weiterverfolgt, sagte Stadtwerke-Vorstand Stephan Lommetz bei einer außerordentlichen und nicht-öffentlichen Sitzung von Bäder-Aufsichtsrat und Gesellschafterversammlung am Mittwochabend.

Im Anschluss an die Sitzung, bei der der aktuelle Sachstand und mögliche Lösungsszenarien dargelegt wurden, verständigten sich Bürgermeister Reiner Breuer als Vorsitzender der Gesellschafterversammlung, der Aufsichtsratsvorsitzende Rolf Knipprath und Lommetz auf das weitere Vorgehen. Im Februar, so die derzeitige Absicht, könnte der Stadtrat über die Investitionen in die Bäder und das damit verbundene Bäderkonzept beschließen.

Auf Antrag der Fraktion "Die Linke" wird die Zukunft der Bäder den Rat schon heute in geheimer Sitzung beschäftigen. "Dabei soll keine inhaltliche Entscheidung herbeigeführt werden", sagt Breuer, um mögliche Missverständnissen vorzubeugen. Es gehe nur um das weitere Verfahren. Zu diesem gehört auch, die Diskussion für die Öffentlichkeit zu öffnen. Aber das, so Breuer, sei erst der zweite Schritt.

Vorher ist die Geschäftsführung der Neusser Bäder und Eissporthalle GmbH aufgefordert, die im Rat vertretenen Fraktionen einzeln und vertieft zu informieren. Bisher fehlten denen alle Fakten, um die Zukunft der Bäder inhaltlich zu diskutieren. In der letzten Ratssitzung des Jahres (16. Dezember) kommt das Thema dann auf die Tagesordnung, bevor im Januar eine Bürgerinformationsveranstaltung folgt.

Nachhaltig soll die Lösung sein, die eine Sanierung des Stadtbades als Option nicht ausschließt. Das, so regt Breuer an, soll mindestens als Lehrschwimmbecken betrieben werden. Eine andere Option, so ist zu hören, ist ein Neubau, also die Verlagerung der Wasserfläche. Ob das einen Ausbau des Südbades meint? Noch gilt der Ratsbeschluss aus 2003, der die Stadtwerke zum Betrieb von drei Bädern verpflichtet

(-nau)
 
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