| 10.03 Uhr

Neuss
Stadtwerke werden Windräder in Hoisten bauen

Neuss: Stadtwerke werden Windräder in Hoisten bauen
Der Projektverantwortliche Johannes Steinhauer. FOTO: Woitschützke Andreas
Neuss. Die Stadtwerke Neuss werden ihre beiden südlich von Hoisten geplanten Windkraftanlagen tatsächlich bauen. Einen entsprechenden Beschluss aus dem Vorjahr bekräftigte am Donnerstagabend der Aufsichtsrat der SWN Energie und Wasser GmbH.

Das Thema war noch einmal auf die Tagesordnung des Gremiums gesetzt worden, weil sich in den eineinhalb Jahren, in denen das Projekt wegen einer Klage gegen die Baugenehmigung des Kreises auf Eis gelegen hatte, die Rahmenbedingungen für Windenergieanlagen verschlechtert haben. So sinkt zum Beispiel seit Jahresanfang die Einspeisevergütung, also das für erzeugten Strom zu erlösende Entgelt, von Quartal zu Quartal.

Johannes Steinhauer als Projektverantwortlicher musste die Kalkulationen für dieses 7,5 Millionen-Euro-Projekt noch einmal durchrechnen und kam dabei zu einem klaren Ergebnis: "Die Wirtschaftlichkeit ist nach wie vor gegeben." Steinhauer bearbeitet den Fall, der 2012 mit einer Bürgerveranstaltung im Zeughaus erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt worden war, von Anfang an. Dabei gab es mehrere Gründe für die Stadtwerke. Mit dem Einstieg des Konzerns RWE war Geld ins Unternehmen gekommen, das für Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien eingesetzt werden sollte. Zudem will sich das Unternehmen zunehmend zu einem Energielieferanten wandeln, der auch selbst Strom erzeugt.

Gegen die Pläne der Stadtwerke formierte sich Widerstand in der Hoistener Bevölkerung. Die Bürgerinitiative "Windkraft Neuss" unterstützte einen Kläger, der aber mit seinem Vorhaben vor dem Oberverwaltungsgericht Münster scheiterte. Die Baugenehmigung ist damit gültig und sofort vollziehbar, auch wenn die Bürgerinitiative weitere rechtliche Schritte ankündigt.

(-nau)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Neuss: Stadtwerke werden Windräder in Hoisten bauen


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.