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Mein Lieber Nachbar
Stets ein offenes Ohr für Menschen und ihre Nöte

Neuss. Nordstadt (sug) Menschen zu helfen, ist für Jihad Oueli eine Selbstverständlichkeit. Als die 39-Jährige, die mit ihrer Familie in der Nordstadt lebt, plötzlich arbeitslos wurde, engagierte sie sich zunächst beim Kinderschutzbund und verbringt nun 40 Stunden und mehr die Woche bei der Neusser Tafel, hilft in der Küche, im Laden oder bei der Planung. "Oft stehen Familien vor der Tür und trauen sich nicht hereinzukommen", erzählt die 39-jährige ausgebildete Zahnarzthelferin. "Wenn ich rausgehe und nachfrage, sagen sie: ,Wir schämen uns.' Im Gespräch erkläre ich ihnen, dass sie sich nicht schämen müssen."

Oueli, deren Eltern aus Marokko kommen, hat selbst drei Kinder im Alter zwischen neun und 19 Jahren. Trotzdem ist ihr der Einsatz für andere Menschen wichtig. "Da stecken viele Schicksale dahinter", weiß sie. Weil sie mittlerweile schon viele der Besucher kenne, erzähle ihr der ein oder andere seine Geschichte. "Ich habe immer ein Ohr für sie", erklärt Oueli. "Ohne die Hilfe meiner Mutter, die mich zu Hause unterstützt, könnte ich das alles aber nicht schaffen." Seit kurzem hat die gebürtige Neusserin noch eine zusätzliche Aufgabe: "Wir geben jetzt auch in Kleinenbroich Lebensmittel für Flüchtlinge aus." Ein Verein stelle ihnen dort einen Raum zur Verfügung.

Quelle: NGZ
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