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Neuss
Sturm: Balkonverkleidung drohte von Wohnhaus zu stürzen

Neuss. Die Kettensägen waren durchgecheckt und die Meldungen des deutschen Wetterdienstes wurden per Internetzugang für spezielle Nutzer laufend aktualisiert. Schließlich entpuppte sich der angekündigte Orkan, der für zahlreiche Absagen von Rosenmontagszügen sorgte, aber als harmloser als zunächst befürchtet.

Fünf Sturmeinsätze verzeichnete die Neusser Feuerwehr bis gestern Morgen um 7 Uhr. Aktiv werden mussten die Einsatzkräfte am Montag gegen 21.45 Uhr bei einem Einsatz an der Bedburger Straße in Erfttal. Dort hatte sich durch die starken Windböen eine Balkonbrüstung gelöst. Das etwa fünf Meter lange Blechteil drohte vom Balkon im fünften Obergeschoss herunterzufallen. Die Feuerwehr nutzte einen Teleskopmast, um von außen an den Balkon zu gelangen und sicherte die Brüstung so vor dem Abstürzen.

Dem Sturm schien die Bedburger Straße in Erfttal besonders gut zu gefallen, denn um kurz vor Mitternacht folgte dort der nächste Einsatz. Von einem Grundstück drohten zwei Tannen auf die Fahrbahn zu stürzen. Die Feuerwehr setzte eine Drehleiter ein, um die Bäume von oben nach unten abzusägen. Der Einsatz war nach ungefähr zwei Stunden beendet. Zudem musste ein heruntergefallener Ast auf einer Straße in Gnadental entfernt werden.

Bei zwei Einsätzen rückten die Feuerwehr zwar aus, musste jedoch nicht aktiv werden. "Wir hatten alles im Blick und waren entsprechend vorbereitet. Wir haben uns vor der Karnevalszeit zusammengsetzt, um unser Vorgehen in den kommenden Tagen zu besprechen", sagte Markus Brüggen, diensthabender Einsatzleiter.

Darüber hinaus wurde die Feuerwehr zwischen Montag- und Dienstagmorgen zu sechs weiteren Einsätzen gerufen. Diese hatten laut Brüggen aber nichts mit dem Sturmtief "Ruzica" zu tun.

(jasi)
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