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Neuss
SV Rosellen zurück in alter Turnhalle

Neuss. Das Gebäude war Anfang Dezember 2015 von der Stadt für die Unterbringung von Flüchtlingen umgebaut worden - der Verein musste ausweichen.

Am Samstag hatte der SV Rosellen gleich mehrfach Grund zu feiern. Da war zunächst das 40-jährige Bestehen der Freizeitsportabteilung. Sie ist mit rund 2500 aktiven Sportlern zur mittlerweile größten Abteilung des 1930 gegründeten Vereins angewachsen. Außerdem jährt sich in diesem Jahr auch die Aktivität einiger Übungsleiter. Allen voran Uwe Ziegler. Der Judoka ist von Beginn an als Übungsleiter und Fachwart aktiv. Bei der Feier am Samstag wurden er und andere Übungsleiter von Thomas Klaudat, dem Leiter der Freizeitsportabteilung, geehrt.

Auch Bürgermeister Reiner Breuer verbrachte den Samstagmorgen in den Räumen am Alten Bach. Schließlich feierten die Freizeitsportler hier nicht nur ihren Geburtstag, sondern auch die Rückkehr in die Turnhalle Allerheiligen. Die war Anfang Dezember 2015 von der Stadt für die Unterbringung von Flüchtlingen umgebaut worden. Von Januar bis April waren dort rund 100 Menschen untergebracht. Ein Großteil des Sportangebots konnte der Verein in dafür extra von der Stadt angemieteten, nahe gelegenen Räumen weiterführen beziehungsweise auf Hallen umliegender Vereine ausweichen.

"Am liebsten hätten wir die Halle natürlich nicht abgeben müssen, aber die Unterstützung der Stadt war richtig gut", sagt Volker Bäumken, Vorsitzender des SV Rosellen. Reiner Breuer dankte dem Verein in seiner Rede: "Verein und Mitglieder haben ein Zeichen der Solidarität gesetzt, indem sie Raum für Menschen geschaffen haben, die unsere Unterstützung brauchen."

Breuer hob auch die Hilfsbereitschaft und das gemeinschaftliche Handeln hervor. Rund 70 Helfer waren am Umzug der Sportgeräte - von Bällen, über Springseile bis hin zu Sportbarren - beteiligt. Anfang April konnte der Verein damit wieder in die Turnhalle Allerheiligen einziehen. Nun kann dort wieder Vereinssport stattfinden. In Zukunft wolle die Stadt Neuss auf die Unterbringung von Flüchtlingen in Turnhallen verzichten, sagte Reiner Breuer. "Wir haben eine Traglufthalle angeschafft, um Schul- und Vereinssport nicht mehr beeinträchtigen zu müssen."

(jahu)
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