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Neuss
Taschengeldbörse soll noch 2015 starten

Neuss. Anlaufstelle für Jobanbieter und Jobsuchende wird das Netzwerkcafé "Greyhound Connect". Von Susanne Genath

Der Standort des "Greyhound Connect", einer Zweigstelle der Jugendeinrichtung "Greyhound", ist vorerst gesichert. Von dem Büro an der Bergheimer Straße aus wird jetzt nicht nur die städtische Jugendseite "Neuss was geht" (www.neusswasgeht.de) betreut, sondern in Kürze auch die sogenannte Taschengeldbörse. "Unser Ziel ist es, dass sie noch dieses Jahr starten kann", sagt Stadtjugendpfleger Götz Barkey. Der Rhein-Kreis hatte der Stadt Neuss vor kurzem den Zuschlag für einen Zuschuss von bis zu 15.000 Euro erteilt. Das Geld stammt aus den Mitteln des Europäischen Sozialfonds (ESF) und soll für den Aufbau einer Datenbank und einer Internetseite zum Betrieb der Taschengeldbörse verwendet werden.

Das Konzept der Börse: Jugendliche unterstützen ältere Menschen bei kleineren Arbeiten - wie Einkäufen, Gartenarbeit, Hilfe bei Computerproblemen, Winterdiensten oder Begleitung bei Spaziergängen - gegen ein Entgelt (empfohlen ist eine Bezahlung von mindestens 5 Euro pro Stunde). Auch Familien mit Baby oder Kleinkind können sich als Jobanbieter registrieren lassen. Dies soll Alt und Jung zusammenbringen und den Dialog zwischen den Generationen fördern. Gleichzeitig können Jugendliche dadurch ihr Taschengeld aufbessern, und Ältere erhalten Unterstützung dabei, ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Im Netzwerkcafé "Greyhound Connect" an der Bergheimer Straße 163 soll eine zentrale Anlaufstelle für die Taschengeldbörse eingerichtet werden. Darüber hinaus plant das Jugendamt, mit Kinder- und Jugendeinrichtungen in den Stadtteilen - wie dem "Kontakt Erfttal" oder dem Bürgerhaus Erfttal - zusammenzuarbeiten, um eine Erreichbarkeit vor Ort sicherzustellen. Es sei angedacht, dass mobilitätseingeschränkte Jobanbieter für den Erstkontakt und für eine Identitätsprüfung von einem Mitarbeiter der Taschengeldbörse aufgesucht werden können, teilt das Jugendamt mit.

Auf der neuen Internetseite www.neusswasgeht.de gibt es unter dem Link "Taschengeldbörse" bereits einen achtminütigen Film, der über das Modell, das in Solingen gestartet ist, informiert.

Quelle: NGZ
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