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Neuss
Tausche Autohaus gegen Grundstück

Neuss: Tausche Autohaus gegen Grundstück
Derzeit wird geprüft, was zukünftig in das aktuelle Autohaus-Gebäude hineinkommen könnte. FOTO: woi
Neuss. Das Autohaus der Gottfried-Schultz-Gruppe im Römerpark soll gegen ein Grundstück parallel zur Römerstraße eingetauscht werden. Dort möchte die Gruppe neu bauen. Zudem gibt es weitere Pläne für den Einkaufspark. Von Simon Janssen

Der zweite Bauabschnitt - die Fertigstellung aller Fassaden inklusive der gesamten Parkplatzfläche - ist abgeschlossen, nun steht die nächste Veränderung im Römerpark an. Zwar fehlen noch die Unterschriften, doch es besteht weitgehend Einigkeit über ein Tauschgeschäft zwischen der Gottfried-Schultz-Gruppe und der Firma RMI Immobilien, die sowohl Mitinhaber des Einkaufsparks als auch Bauherr ist. Das aktuelle Gebäude des Autohauses an dem Standort soll gegen ein Grundstück parallel zur Römerstraße eingetauscht werden - an der Ecke zur Fesserstraße. Die Altfläche soll im Gegenzug von RMI Immobilien übernommen werden.

"Wir befinden uns aber noch in einem Abstimmungsprozess. Die Stadt hat grünes Licht gegeben. Jetzt planen wir in enger Abstimmung mit dem Gottfried-Schultz-Haus den Tausch", sagt Manfred Reichholf, Geschäftsführer von RMI Immobilien, der von einer Win-Win-Situation für alle Parteien spricht. Schließlich wolle sich das Autohaus bereits seit Jahren neu präsentieren. Jürgen Schönbrunn äußert sich noch vorsichtig zu den geplanten Maßnahmen. "Wir können noch nicht sagen, dass wir bauen werden - nur, dass wir bauen wollen", sagt das Vorstandsmitglied der Gottfried-Schultz-Gruppe. Es müssten noch einige Gespräche - unter anderem mit der Stadt und Autoherstellern - geführt werden, ehe der Tausch festgezurrt werden könne. Der Verbleib in der Nordstadt sei jedoch ein klares Bekenntnis zur Römerstraße, die sich über Jahre als belebter Standort erwiesen habe.

An diesem Grundstück an der Ecke Römerstraße/Fesserstraße soll das neue Autohaus entstehen. FOTO: Woitschützke Andreas

Doch was kommt in das "alte" Autohaus, wenn der Tausch tatsächlich vollzogen wird? "Da entwickeln wir derzeit eine Idee in Zusammenarbeit mit der Stadt Neuss. Dabei versuchen wir herauszufinden, was in der Stadt fehlt", sagt Manfred Reichholf. Es gehe nicht darum, Konkurrenz für zentrale Versorger anzusiedeln, das Angebot solle vielmehr erweitert werden. So käme beispielsweise Gastronomie oder ein Fahrradhändler für das jetzige Autohaus in Frage.

Aus Sicht der Wirtschaftsförderung und Stadtplanung wird das Vorhaben grundsätzlich begrüßt. Es müsse jedoch unter anderem noch geprüft werden, inwieweit die Erreichbarkeit des Römerparks zu Fuß, per Fahrrad oder ÖPNV verbessert werden kann. Auch die gestalterische Erhaltung des privaten Grünstreifens entlang der Römerstraße ist ein Thema.

Im Römerpark befindet sich aktuell noch eine 1200 Quadratmeter große Verkaufsfläche, die nicht vermietet ist. RMI Immobilien will die Fläche an die Drogeriemarktkette Müller vermieten. Das Problem: Die freie Verkaufsfläche ist rund 600 Quadratmeter zu groß. Die bisherige Gesamtverkaufsfläche für zentrenrelevante Sortimente - und dazu gehört ein Drogeriemarkt - würde von 10.500 auf 11.500 Quadratmeter steigen. "Unter Beteiligung der Politik sind seitens der Verwaltung und des Investors noch Arbeiten zu leisten", sagt Frank Wolters von der Neusser Wirtschaftsförderung. Dabei gelte es zu prüfen, ob die Ansiedlung eines Drogeriemarktes mit 1200 Quadratmetern Verkaufsfläche im Römerpark negative Auswirkungen auf die zentralen Versorger habe. Laut Manfred Reichholf sei der Wunsch nach einem Drogeriemarkt sowohl von der Politik als auch von der Bevölkerung geäußert worden.

Quelle: NGZ
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