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Neuss
Telekom-Haus wird Notunterkunft

Neuss. GWG stellt Stadt Gebäude an der Fesserstraße für Flüchtlinge zur Verfügung.

Der ehemalige Telekom-Bürokomplex an der Fesserstraße wird zumindest vorübergehend zur neuen Heimat für bis zu 65 Flüchtlinge. Die Gemeinnützige Wohnungs-Genossenschaft (GWG), die diese Liegenschaft im vergangenen Sommer von der Firma Corpus Sireo gekauft hat, hat das Haus der Stadt für zunächst zwei Jahre zur Verfügung gestellt. Gemeinsames Ziel beider Partner ist es, anerkannte Flüchtlinge in dem Haus unterzubringen. "In erster Linie Familien", bestätigt GWG-Vorstand Stefan Zellnig. Der Mietvertrag ist geschlossen, das Haus bereits an die Stadt übergeben, bezogen aber wird es erst in einigen Wochen.

Bei der Frage der Unterbringung von Flüchtlingen sieht sich die GWG eigentlich nicht gefordert. "Wir können nicht auf Kosten unserer Mitglieder helfen", sagt Zellnig. Zwischenlösungen schließe das aber nicht aus.

Dabei war die GWG zunächst mit zwei Objekten in den Fokus der Stadtverwaltung gekommen, als diese im vergangenen Frühjahr im gesamten Stadtgebiet Standorte für Übergangswohnheime suchte. Sowohl der Komplex Fesserstraße, der damals noch nicht der GWG gehörte, als auch zwei Häuser am Glehner Weg wurden in eine Liste von 27 Orten aufgenommen, an denen bis Ende kommenden Jahres Wohnungen für Flüchtlinge geschaffen werden sollen.

Die Häuser Glehner Weg 17 und 19 seien geprüft worden, sagt Zellnig, wurden dann aber als nicht verkehrssicher eingestuft und aus dem Katalog der 27 Standorte gestrichen. Das Telekom-Gebäude dagegen habe, so Zellnig, "ein gutes Raumkonzept", so dass sich die von der Stadt zu zahlenden Umbauten im Rahmen halten werden. Und - was genauso wichtig ist - es liegt in einem auch nach Überzeugung der Stadtverwaltung "funktionierenden Wohnquartier".

Trotzdem ist die Unterkunft nur eine Zwischenlösung. "Wir wollen an der Stelle einiges entwickeln", sagt Zellnig. Das Telekom-Betriebsgelände ist rund 2800 Quadratmeter groß und bietet Platz für 50 neue Wohnungen. Die Pläne sollen in den nächsten zwei Jahren baureif gemacht werden.

(-nau)
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