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Neuss
Theaterkreis Kabäuske zeigt sein neues Stück

Neuss: Theaterkreis Kabäuske zeigt sein neues Stück
Alles vorbereitet: Der Theaterkreis Kabäuske hat das neue Stück einstudiert und freut sich auf die Premiere am 23. September. FOTO: A. Woitschützke
Neuss. Die Komödie "Wie wär's denn, Mrs. Markham?" wird im Pastor-Bouwmans-Haus aufgeführt. Insgesamt sind 15 Aufführungen geplant. Von Christine Sommerfeld

Es riecht noch ein wenig nach Farbe, irgendwo kreischt eine Säge auf. Hinter der Bühne herrscht geschäftiges Treiben: Ein dunkler Vorhang, der den Schall schlucken soll, wird rasch angetackert, die Technik noch einmal kontrolliert. Die Kulissen - eine Wohnung in London - sind bereits fertig und machen neugierig auf das Stück, das am 23. September Premiere feiert: Der Theaterkreis Kabäuske bringt in seiner 29. Spielzeit die turbulente Komödie "Wie wär's denn, Mrs. Markham?" im Pastor-Bouwmans-Haus in Reuschenberg auf die Bühne.

Kinderbuch-Verleger Philipp Markham ist mit seiner Ehefrau zu einem Essen eingeladen. Während die beiden unterwegs sind, möchten gleich zwei Liebespaare die leere Wohnung für ein paar ungestörte Stunden nutzen - das Durcheinander ist programmiert. "Ein schnelles Stück mit vielen Verwechslungen und unerwarteten Begegnungen" - so beschreibt Herbert Streese (60), der als Philipp Markham auf der Bühne steht, die Komödie von Ray Cooney und John Chapman. Fünfzehnmal wird sich zwischen dem 23. September und dem 16. Oktober der Vorhang im Pastor-Bouwmans-Haus öffnen. Kurz vor der Premiere proben die Schauspieler jeden Abend - unterstützt vom Technik-Team und von Kirsten Reich, die auf einem im Bühnenboden versenkten Sessel Platz genommen hat. Doch der Text sitzt bereits gut - die Souffleuse hat nicht viel zu tun.

Um die Dialoge auswendig zu lernen, hat jeder der Schauspieler seine eigene Methode: "Ich höre ab Mai im Auto keine Musik mehr, sondern nur die Proben-CD", berichtet Markus Icking (47), der als Henry Lodge in einer der Hauptrollen zu sehen ist. Streese dagegen bevorzugt den gedruckten Text zum Lernen: "Wenn ich mit dem Bus zur Arbeit fahre, lese ich derweil immer meine Rolle", erzählt er. Beide Schauspieler sind seit der Gründung des Kabäuske-Theaters im Jahr 1986 dabei.

In den vergangenen 30 Jahren hat sich der Theaterkreis der Pfarreien St. Elisabeth und St. Hubertus eine große Fangemeinde erspielt, die in jedem Jahr dem neuen Stück entgegenfiebert. "Bereits im Mai beginnen wir mit den ersten Leseproben", sagt Markus Icking, dessen Frau Susanne für den Kartenvorverkauf zuständig ist. Mitte August wird dann die eingelagerte Bühne hervorgeholt und im Pfarrsaal von St. Elisabeth aufgebaut. Dazu stapeln die Mitglieder des Theaterkreises zunächst einmal 560 leere Colakisten auf und belegen sie mit Tischlerplatten. Für die Zuschauer werden nach hinten erhöhte Reihen aufgebaut, damit auch alle das Stück bestens verfolgen können.

In weiteren Rollen sind Petra Tillmann als Joanne Markham, Benedikt Icking als Alistair Spenlow, Alina Tauwel als Sylvia und Anna Teitscheid als Linda Lodge zu sehen. Insgesamt zählt der Theaterkreis mit Schauspielern, Technikern und Helfern 17 Mitglieder. Auch für den Nachwuchs an Darstellern ist gesorgt: "Wir haben dieses Mal vier junge Leute zwischen 18 und 24 Jahren dabei", sagt Markus Icking.

Quelle: NGZ
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