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Tour de Neuss 2016
Dominik Bauer gelingt in Neuss die Sensation

Die Tour de Neuss 2016
Die Tour de Neuss 2016 FOTO: Woitschützke, Andreas
Neuss. Das erst 18 Jahre alte Radsporttalent aus Rosellerheide triumphiert vor mehr als 10.000 Zuschauern bei der 15. Auflage Tour de Neuss. Von Dirk Sitterle

Bei allen Erfolgen, die Sprintspezialisten wie André Greipel und John Degenkolb oder Zeitfahr-Experte Tony Martin in den vergangenen Jahren unter anderem als Etappensieger bei der Tour de France eingefahren haben, die breite Masse vermochten sie nicht zu begeistern. Es fehlte einer zum Mitfiebern - und das am besten über Wochen. Emanuel Buchmann (Team Bora-Argon 18) ist so ein Typ Rennfahrer. Einer für die Berge, einer fürs Gesamtklassement bei den großen Rundfahrten. Und damit einer, auf den Radsport-Deutschland wartet.

Neuss hatte ihn schon. Mittwochabend stahl dem 23-Jährigen vor deutlich mehr als 10.000 Zuschauern auf der Kaiser-Friedrich-Straße bei der 15. Auflage der seit 2002 vom Neusser Radfahrerverein veranstalteten Tour de Neuss aber ein Jungspund die Show.

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Dominik Bauer (RSC Rheinbach) aus Rosellerheide nahm in der letzten der 80 Runden sein Herz in beide Hände und sicherte sich vor Nikias Arndt (Team Giant-Alpecin), dem damit wie im Vorjahr nur Platz zwei blieb, und Fränk Schleck (Trek-Segafredo) den Sieg. Ein Coup, der selbst dem erfahrenen Moderator Christian Stoll, der gemeinsam mit NGZ-Sportchef Volker Koch und Tobias Stümges federleicht und kompetent durchs sportliche Programm führte, fast den Atem nahm: "Das ist die größte Sensation bei der Tour de Neuss", stellte er treffend fest. Hinter dem beim VfR Büttgen von Trainer Hans-Peter Nilges ausgebildeten 18-Jährigen blieb Emanuel Buchmann, bei der am Sonntag zu Ende gegangenen Frankreich-Rundfahrt als 21. bester Deutscher, nur Rang vier. Bauer ließ in Vorjahressieger Paul Voß, Andreas Schillinger (beide Team Bora-Argon 18), Robert Wagner, Paul Martens (beide Team Lotto NL-Jumbo), Fränk Schleck und Ben Gastauer (Team AG2R La Mondiale) noch sechs weitere aktuelle Tour-Fahrer hinter sich.

Dabei war der unwiderstehliche Sprint ins Glück noch nicht mal das Ergebnis einer ausgeklügelten Taktik. Der strahlende Sieger hatte in der alles entscheidenden Phase des Rennens einfach die besten Beine gehabt. "Ich habe mich gut gefühlt. Es alleine zu versuchen, war ein spontaner Entschluss." Zum kämpferischsten Fahrer gekürt wurde Christian Knees (Team Sky).

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Quelle: NGZ
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