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Tour de France in Neuss
"Eine gute Sache für Neuss und für den Radsport"

Tour de Neuss 2017: "Eine gute Sache für Neuss und für den Radsport"
Tour-Experten: NRV-Chef Stephan Hilgers und Tour-Teufel Didi Senft. FOTO: Woitschützke Andreas
Neuss. Als Vorsitzender des Neusser Radfahrervereins (NRV) holt Stephan Hilgers Jahr für Jahr mit der Ausrichtung der "Tour de Neuss" ein Stück Tour de France nach Neuss. Die NGZ sprach mit Stephan Hilgers darüber, ob die Durchfahrt der Tour de France durch Neuss, Kaarst und Meerbusch Fluch oder Segen für die Tour de Neuss ist. Von Volker Koch

Am 26. Juli 2017, dem Mittwoch nach der Zielankunft auf den Champs Elyséés in Paris, steht die 16. Auflage des Radrennens auf dem Programm, bei dem sich schon Tour-Stars wie Erik Zabel, Jens Voigt, Fabian Wegmann, André Greipel, Gerald Ciolek und Tony Martin in die Siegerliste eintragen konnten. 

Herr Hilgers, jetzt ist es amtlich: 25 Tage, bevor Sie und Ihr Team zum 16. Mal die Tour de Neuss ausrichten, rollt die Tour de France durch Neuss. Freut sich der Vorsitzende des Neusser Radfahrervereins darauf?

Stephan hilgers Auf jeden Fall. Das ist eine gute Sache für Neuss und für den gesamten Radsport in Deutschland. Und ich freue mich, dass neben Neuss auch Büttgen mit dabei ist, schließlich sind beides Orte mit einer langen und großen Radsporttradition - und beide haben auch in schwierigen Zeiten die Fahne des Radsports immer hochgehalten. Ich sehe das als eine Art Belohnung dafür an. Schade ist nur, dass wir das in Neuss ausschließlich einer Privatinitiative zu verdanken haben, die erst auf den letzten Drücker zustande gekommen ist - gar nicht auszudenken, wenn sich die Initiatoren von 'Neuss on Tour' nicht am Rande der letzten Tour de Neuss zusammen gefunden und das Ding ins Rollen gebracht hätten.

Konkurrenz zu Ihrer Veranstaltung befürchten Sie nicht?

Hilgers Ich hoffe, nein, eigentlich bin ich überzeugt davon, dass die Durchfahrt der Tour de France durch Neuss in unserer Stadt noch mehr Radsportbegeisterung erzeugen wird als bisher schon - und dass diese Begeisterung auch die drei Tage zwischen der Zielankunft der Tour de France und dem Start der Tour de Neuss anhalten wird.

Und auf Sponsorenseite? Sie kämpfen ja ohnehin jedes Jahr um einen Etat, der es Ihnen ermöglicht, wenigstens fünf oder sechs aktuelle Tour de France-Fahrer zu verpflichten. Ist da eine durch Sponsorengelder finanzierte Durchfahrt der Tour de France nicht eine große, vielleicht sogar übermächtige Konkurrenz?

Hilgers Wir müssen und werden auch im nächsten Jahr wieder um diesen Etat kämpfen müssen, das ist ganz klar. Und ohne die vielen Kleinsponsoren, die uns die Treue halten oder die immer wieder neu hinzu kommen, wird es auch 2017 nicht möglich sein, die Tour de Neuss zu veranstalten. Aber dass die Tour de France durch Neuss führt, wird den Bekanntheitsgrad unserer Stadt und auch unseres Radrennens erhöhen, und davon können und werden wir profitieren. Deshalb arbeiten wir auch mit der Initiative 'Neuss on Tour' partnerschaftlich zusammen.

Quelle: NGZ
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