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Nachruf
Trauer um den Maler Walter Cüppers

Nachruf: Trauer um den Maler Walter Cüppers
Walter Cüppers bei seiner letzten Ausstellung. FOTO: Woi
Neuss. Im Alter von 91 Jahren ist Professor Walter Cüppers gestorben. Sein Atelier hatte er in Selikum. Von Helga Bittner

Ziemlich genau ein Jahr ist es her, dass eine letzte große Ausstellung ihn ehrte. Persönlich, aber auch mit Blick auf seine ungebrochene Schaffenskraft, die es leicht machte, die Schau in der Alten Post anlässlich seines 90. Geburtstages zu bestücken. Kurz nach seinem 91. Geburtstag ist Walter Cüppers, der Maler, der auch Professor war, gestorben.

Die Fotos von der Vernissage zeigen einen lachenden Menschen. Voller Lebenslust und auch großer Freude darüber, dass so viele Menschen es sich nicht nehmen ließen, dieser besonderen Ausstellung beizuwohnen. Eine Retrospektive sollte es nicht werden, da waren sich damals Cüppers und Kurator Klaus Richter einig. Das Atelier von Cüppers unterm Dach seines Hauses in Selikum bot reichlich Möglichkeiten für eine aktuelle Schau, denn trotz seines hohen Alters war Walter Cüppers von ungebrochener Vitalität. Er malte und modulierte fast bis zum Schluss. Und noch eines markierte dieses Ausstellung: Cüppers malte und übermalte immer wieder, manches Bild dauerte, bis er befand, dass es nun gut sei.

So zeigte die Ausstellung noch ein letztes Mal höchst eindrucksvoll nicht einfach nur die jüngsten Werke des Künstlers (aus dem Jahr 2014), sondern auch den Prozess seines Schaffens. Dabei blieb ein Cüppers immer ein Cüppers. Er ist ein Künstler des deutschen Informel und ihm auch treu geblieben. Kennengelernt hat er die Kunstrichtung bei seinem ersten Reise-Stipendium Anfang der 1950er Jahre in Paris.

Walter Cüppers wurde 1925 in Embken im Kreis Düren geboren. Er hat an der Kunstakademie Düsseldorf studiert, Heinz Mack, Otto Piene und Gotthard Graubner waren in seiner Klasse. Cüppers wollte Kunstlehrer werden, hat als solcher auch in Rheinhausen gearbeitet. Bis 1986 war er zudem Dozent und Professor für Kunstdidaktik an der PH in Neuss und an der Uni Düsseldorf. Unzählige junge Menschen hat er unterrichtet und inspiriert. Mit seiner Schaffenskraft, aber auch mit seinem Humor und seiner Neugierde, die den Menschen und ihren Befindlichkeiten, dem Leben überhaupt galt.

Quelle: NGZ
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