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Neuss
Trauer um Weckhovens Kümmerer

Neuss. Manche im Ort meinten, er wäre in der falschen Partei, die meisten aber wussten kaum um Wolfgang Köhlers FDP-Mitgliedschaft, denn die erwähnte der 72-Jährige eher selten. Partei war ihm weniger wichtig, Politik schon. Wenn sie pragmatisch und im Sinne der Menschen betrieben wurde. Diese Haltung und das daraus resultierende fortgesetzte Engagement machten Köhler, dem jedes "Aufplustern" fremd war, gerade in seinem Heimatort Weckhoven zu einem über alle Parteigrenzen hinaus respektierten und geschätzten "Kümmerer" im besten Sinne. Die Nachricht von seinem plötzlich Tod traf viele im Ort daher tief.

Mit ihnen trauert die FDP in Stadt und Kreis, der Köhler seit 1977 angehört hatte. Ein Mandat für Stadtrat oder Kreistag konnte Köhler nie erringen, doch war er als sachkundiger Bürger eine Bank. Dieser Aufgabe widmete er sich in den Ausschüssen für Umwelt und Grünflächen und - mit besonderem Herzblut - dem für Jugendhilfe. So kämpfte Köhler zum Beispiel auf politischer Ebene für den Einsatz der Streetworker in seinem Heimatort. Und vor Ort unterstützte Köhler, eine prägende Figur der Stadtteilkonferenz, dessen zweite Heimat der Treff des SkF war, ideenreich und engagiert. Seine letzte Ruhe wird er in Düsseldorf finden.

(-nau)
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