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Rhein-Kreis Neuss
TÜV poliert drei Prüfstellen im Kreis auf

Rhein-Kreis Neuss: TÜV poliert drei Prüfstellen im Kreis auf
Thomas Hingstler, Prüfstellenleiter in Neuss, erklärt den Auszubildenden der Kreisverwaltung beim Proficheck, auf welche Technikdetails er achtet. Zu den aufmerksamen Beobachtern gehört Landrat Petrauschke (3. v. r.). FOTO: RalfBille
Rhein-Kreis Neuss. In Dormagen, Grevenbroich und Neuss bietet der TÜV Rheinland seine umfassenden Dienstleistungen für alle Fahrzeuge an. Mit einem Investitionsvolumen von 1,5 Millionen Euro wurden die kreisweit drei Prüfstellen modernisiert. Von Ludger Baten

Elektronische Systeme machen das Autofahren bequemer und sicherer. Zumindest versprechen das die Hersteller. Bis heute werden das Antiblockiersystem ABS, das elektronische Stabilitätsprogramm ESP oder die Airbagfunktion bei den Hauptuntersuchungen visuell und durch den manuellen Abgleich der Daten kontrolliert. Damit ist nun Schluss. Ab morgen setzt der TÜV Rheinland standardmäßig einen neuen Adapter ein, der eine digitale Kontrolle über die sogenannte On-Board-Diagnose-Schnittstelle ermöglicht. Das leisten jetzt auch die drei Prüfstellen im Rhein-Kreis. An den Standorten Dormagen, Grevenbroich und Neuss investierte der TÜV Rheinland in den vergangenen Jahren insgesamt 1,5 Millionen Euro, um seine Zentren technisch und optisch auf den neuesten Stand zu bringen.

In der Region Mönchengladbach/Krefeld - entspricht etwa dem Kammerbezirk der IHK Mittlerer Niederrhein - hält der TÜV Rheinland nach eigenen Angaben "rund ein Drittel Marktanteil". Um im steten Wettbewerb bestehen zu können, investiert das Unternehmen in seine Prüfstellen und versucht, sich mit hohem technischen Standard, Transparenz und Kundenfreundlichkeit als kompetenter Dienstleister zu positionieren. So werden die jüngsten Investitionen, inklusive der ab morgen verbindlichen digitalen Prüfung der elektronischen Systeme, nicht an die Autofahrer weitergegeben. "Der Preis für die Hauptuntersuchung bleibt stabil und erhöht sich für den Kunden durch den erweiterten Prüfumfang nicht", verspricht Dieter Lauffs, Kraftfahrt-Experte von TÜV Rheinland.

Die Geschichte des TÜV ist eng mit seinen Standorten im Rhein-Kreis verknüpft. In den 1960er Jahren öffnete die Prüfstelle am Derendorfweg auf dem Kirmesplatz. "Wir treten dort eher unauffällig und unspektakulär auf", weiß Wolfgang Hörnes, Regionalleiter des TÜV. Mit mehr als 700 000 Euro wurde die Neusser Anlage, die auf einem Erbpachtgrundstück steht, saniert.

Professioneller Service steht derzeit allen Fahranfängern sogar kostenlos zur Verfügung, wenn sie vor dem Kauf ihres ersten Gebrauchtwagens stehen. Die Experten des TÜV nehmen das Auto genau unter die Lupe und sprechen nach dem Proficheck eine Kaufempfehlung aus; sprechen aber auch mögliche Probleme und Reparaturstaus an. "Eine empfehlenswerte Aktion", sagt Landrat Hans-Jürgen Petrauschke, "denn nicht jedes vermeintliche Schnäppchen bedeutet auch wirklich eine gute Investition." Petrauschke überzeugte sich persönlich von der Effektivität des Angebots; er begleitete die Auszubildenden des Rhein-Kreises Neuss zum jüngsten Proficheck.

Der TÜV, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1872 zurückreichen, wird heute vor allem mit Fahrzeug- und Führerscheinprüfungen in Verbindung gebracht. Das ist berechtigt, wie die Zahlen eindrucksvoll dokumentieren. Im Rhein-Kreis werden im Jahr rund 16 000 Fahrzeuge kontrolliert und mehr als 8000 Führerscheinprüfungen abgenommen. Eine umfassende Ausbildung, die mit einer zuverlässigen Prüfung endet, gilt gerade bei jungen Menschen - in Verbindung mit einem verkehrssicheren Auto - als Investition in die Sicherheit aller Teilnehmer am Straßenverkehr. "Dort wird die Basis für eine lebenslange sichere Mobilität gelegt", sagt Arne Böhne, der Führerschein-Chef des TÜV Rheinland.

Der TÜV Rheinland ist auch langjähriger Partner der "Classic Days", zu denen Anfang August Jahr für Jahr einige Hundert Oldtimer und einige Tausende begeisterte Zuschauer nach Schloss Dyck in Jüchen anreisen. Auch dort sorgen die TÜV-Experten wieder für Sicherheit. Sie stehen im "Parc fermé bereit, um beim Technik-Check der "Racing Legends" zu prüfen, ob Lenkung, Beleuchtung und Bremsen für eine Ausfahrt auch noch funktionstüchtig sind.

Quelle: NGZ
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