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Neuss
Über 130 Radler in der City gestoppt

Neuss: Über 130 Radler in der City gestoppt
Einfahrt verboten: Das Schild beeindruckt Radfahrer kaum. FOTO: woi
Neuss. Schwerpunktaktion der Polizei nimmt Radfahrer und Fußgänger in den Blick.

Die Polizei ist am Dienstag bei einer Schwerpunktkontrolle unter anderem gegen Radfahrer in der Innenstadt vorgegangen. Das Ergebnis rechtfertigte Aufwand und Maßnahme, denn allein in den Vormittagsstunden vor 13 Uhr wurden mehr als 130 Radfahrer gestoppt, die widerrechtlich, wie die Polizei in ihrem Einsatzbericht betont, mit dem Fahrrad den Hauptstraßenzug befuhren. Vier von ihnen, so ergänzt Polizeisprecher Hartmut Batz, telefonierten sogar noch vom Fahrradsattel aus. Sie wurden mit 25 Euro verwarnt, die Radler selbst hatten das erst vor zwei Jahren erhöhte Verwarngeld von 15 Euro zu zahlen.

Radfahrer in der Fußgängerzone sind für viele ein Ärgernis. Denn diese Verkehrsteilnehmer zeigen sich von den Schildern an den Laternenpfählen unbeeindruckt. Sie ignorieren freundlich formulierte Hinweise wie "Lieber Radfahrer, nach 11 Uhr bitte absteigen" genauso wie das Schild "Einfahrt verboten", das auch für Radfahrer gilt.

Die Kontrollen in Neuss sind Teil eines Maßnahmenpaketes der Polizei, die sich angesichts von kreisweit bereits sechs Verkehrstoten in diesem Jahr zu präventiven Maßnahmen angehalten fühlt. Weil auch die vermeintlich schwachen Verkehrsteilnehmer wie Radfahrer und Fußgänger durch ihr Fehlverhalten zu Verkehrsunfällen mit oftmals schweren Folgen beitrügen, wurden diese nun mit in den Fokus genommen. Zu den häufigen Ursachen zählen nach Darstellung von Hartmut Batz das falsche Benutzen von Radwegen oder das Missachten von roten Ampeln durch Fußgänger. Auch solche Delikte waren Anlass für Dutzende Verwarnungen. Allein neun Fußgänger, die bei Rot über den Fußgängerweg huschten, wurden in ihrer Eile gestoppt und mit fünf Euro Bußgeld belegt.

Parallel dazu überwachte der Verkehrsdienst der Polizei die Geschwindigkeit der Kraftfahrzeuge auf der Düsseldorfer Straße. 165 Verkehrsteilnehmer waren zu schnell unterwegs und müssen mit einem Verwarngeld, drei von ihnen mit einer Ordnungswidrigkeitsanzeige rechnen. Zudem "erwischten" die Beamten zwölf Autofahrer, die während der Fahrt verbotenerweise ihr Mobiltelefon nutzten. Auch waren acht Insassen dabei, die gegen die Gurtpflicht verstießen.

(-nau)
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