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Neuss
Übergang am Derikumer Weg soll für Fußgänger sicherer werden

Neuss. Ingrid Steinfurth wohnt seit 41 Jahren in Erfttal und nutzt regelmäßig den Derikumer Weg, um zum Norfer Edeka zu gelangen. Und fast ebenso lange kann sich die 78-Jährige nur darüber wundern, wie leichtsinnig die meisten Fußgänger und Radfahrer die Querungshilfe An der Norf ignorieren und über die stark befahrene Straße wechseln. Das ist zwar der direkte Weg, aber auch der gefährlichere. Von Rolf Hoppe

Dass dort Handlungsbedarf besteht, hat auch die Verwaltung erkannt und in der jüngsten Sitzung des Bezirksausschusses ein ganzes Bündel von kurzfristigen Maßnahmen vorgestellt. Nach Gesprächen mit der Polizei, der Verkehrsplanung, dem Marktbetreiber und der Eigentümerin des Grundstückes sind nach Angaben von Franz Kolbecher vom Amt für Verkehrsangelegenheiten folgende Maßnahmen geplant: bodengleiches Entfernen von Buschwerk zur Verbesserung der Sicht, den Verkehr bremsen durch Tempo 30 bereits vor der Insel hinter dem Ortseingangsschild, eine verbesserte Markierung an der Insel sowie die Errichtung zweier Poller. Zudem soll ein Weg von der Querung direkt zum Markt geschaffen werden. Da dies jedoch sowohl städtische als auch private Flächen tangiert, kann dies nur mit Zustimmung und Beteiligung der Eigentümer realisiert werden.

Wie im Bezirksausschuss deutlich wurde, sorgen sich die Norfer um erheblich mehr als nur diesen Übergang. Obwohl an den Straßen An der Norf und Am Goldberg eine entsprechende Beschilderung den Lkw-Verkehr heraushalten soll, stellt sich die Situation anders dar. Immer noch nutzen große Sattelschlepper den Bereich, der für sie eigentlich verboten ist.

Die vom Bezirksausschuss geforderte Höhenbegrenzung An der Norf ist als Durchfahrt-Verhinderung gescheitert. Gottfried Dorschner vom Amt für Rats- und Bezirksangelegenheiten: "Die frühere Durchfahrtshöhen-Begrenzung ist aufgrund zahlreicher Unfallschäden demontiert worden. Die Instandsetzungen betragen ein Mehrfaches der Anschaffungskosten. Und die Unfallverursacher sind in der Regel flüchtig." Das Thema soll in der nächsten Sitzung des Bezirksausschusses mit der Fachverwaltung diskutiert werden.

An der Grupellostraße sind die Durchfahrtssperren zwar noch installiert, doch oft zur Seite geklappt und somit funktionslos. Amtsleiter Kolbecher: "Entsorgungsfahrzeugen, Streudiensten und Rettungsdiensten muss eine Durchfahrt möglich sein. Daher könne man eine fest installierte Anlage nicht in Betracht ziehen. Und so werden die Sperren von diesen Diensten weggeklappt und bleiben in der Praxis permanent geöffnet." Doch in der Regel gebe es keine Probleme, da kaum noch Lkw-Verkehr die Grupellostraße nutzen müsse und sich die Ampelregelung bewährt habe.

Quelle: NGZ
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