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Neuss/Düsseldorf
Unbekannter blendet Airbus-Pilot mit Laserpointer

Neuss/Düsseldorf: Unbekannter blendet Airbus-Pilot mit Laserpointer
Mit einem Laserpointer wurden die Piloten vermutlich geblendet. FOTO: dpa, Patrick Lux
Neuss. Beim Anflug auf den Düsseldorfer Flughafen hat ein Unbekannter die Cockpitbesatzung eines Passagierflugzeugs geblendet.  Er setzte vermutlich einen Laserpointer ein.

Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich die Tat bereits am Sonntagabend, 14. August, gegen 22.16 Uhr. Die Cockpitbesatzung lokalisierte den Ursprung an der Norfer Kirchstraße. Als die alarmierte Polizei dort ankam, konnte sie jedoch niemanden mehr antreffen. Die Fahndung blieb erfolglos.

Bei dem Passagierflugzeug handelte es sich um einen Lufthansa-Airbus. Das teilte eine Polizeisprecherin am Mittwoch auf Anfrage unserer Redaktion mit. Dass die Polizei im Rhein-Kreis ausrücken muss, weil Piloten von Unbekannten geblendet werden, kommt vergleichsweise selten vor. 2014 und 2015 gab es lediglich vier solche Einsätze.

Laut Polizei ist es zwar schwierig, die Täter zu erwischen, falls dies aber gelingt, drohen empfindliche Strafen. Das Blenden von Flugzeugpiloten mit einem Laserpointer ist alles andere als ein Kavaliersdelikt. Es wird als gefährlicher Eingriff in den Luftverkehr gewertet und kann eine Freiheitsstrafe mit einer Dauer von sechs Monaten bis zu zehn Jahren nach sich ziehen.

Um den Täter, der am Sonntagabend die Cockpitbesatzung des Passagierflugszeugs blendete, zu erwischen, bittet die Polizei um Hinweise aus der Bevölkerung. Zeugen, die Angaben zu verdächtigen Personen machen können oder die Tat beobachtet haben, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 02131 3000 mit der Polizei in Verbindung zu setzen.

(abu)
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