| 00.00 Uhr

Neuss
Unternehmer plant Neubau einer Schlachtanlage

Neuss. Im alten Schlachthof im Barbaraviertel hat Ende Oktober wieder ein Fleichzerlegebetrieb den Betrieb aufgenommen. Aus der "Fleischversorgung Neuss GmbH & Co KG", die zuletzt nur die Immobilie Schlachthof verwaltet hat, hat Amir Baharifar eine besondere Metzgerei gemacht. Sein Unternehmen bietet auch im Werksverkauf halales, also im muslimischen Sinn reines Fleisch an. Aber der gebürtige Perser hat Pläne, will den Schlachthof auch wieder als solchen führen.

Gegenüber dem Veterinäramt des Rhein-Kreises wie auch gegenüber der Stadt hat Baharifar schon die Absicht angezeigt, eine neue Schlachtanlage einrichten zu wollen. Bislang seien das nur Vorgespräche gewesen, sagt Reinhold Jung, Pressesprecher des Rhein-Kreises. "Eine veterinärrechtliche Genehmigung wurde noch nicht beantragt", sagt Jung. Er verweist auf die Stadt, denn der erste Schritt in diesem Verfahren müsse ein Bauantrag sein. Der allerdings wäre nur bei Vorlage eines veterinärrechtlichen Erlaubnis genehmigungsfähig, teilt Michael Kloppenburg mit, der Leiter des städtischen Presseamtes. Derzeit lägen der Stadt weder eine Baugenehmigung für die Wiedereinrichtung eines Schlachtbetriebes vor, noch ein entsprechender Bauantrag. Allerdings könnte es sein, dass das Verfahren beim Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) anhängig sei. Das ist zuständig, sobald in einem Schlachthof mehr als vier Tonnen Fleisch täglich verarbeitet werden. Dann wäre eine Genehmigung nach Bundesimmissionsschutzgesetz (BImSchG) nötig.

Baharifar, der den Schlachthof und damit auch die "Fleischversorgung Neuss" Anfang 2013 gekauft hat, ist aber noch nicht so weit. Er lasse derzeit prüfen, ob es sich um eine reine Wiederinbetriebnahme des seit 2004 ruhenden Schlachthofes handelt, oder ob ein neues Genehmigungsverfahren nötig ist.

(-nau)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Neuss: Unternehmer plant Neubau einer Schlachtanlage


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.