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Neuss
"Urban Gardening" - von Tomate bis Zucchini

Neuss. Am Samstag fiel der Startschuss für das neue Projekt der Initiative "Transition Town Neuss".

Neuss (jahu) Rund drei Kubikmeter Erde stapeln sich im Folientunnel. Pflanzenkübel stehen auf Paletten, Spaten stecken im Boden, Gießkannen stehen herum. Verteilt stehen 30 umweltbewusste Neusser, pflanzen Gemüse und Kräuter in die Töpfe: Von Tomaten über Zucchini bis hin zu Rucola.

An diesem Samstag startete das Projekt "Urban Gardening". Die Idee: Salat- und Gemüse im öffentlichen Raum anbauen und zeigen, dass Gärtnern auch in der Stadt mit wenig Aufwand möglich ist. So soll nachhaltige Bewirtschaftung von Flächen, umweltschonende Produktion und bewusster Konsum in den Städten gefördert werden. Organisiert wird das Projekt von der Initiative "Transition Town Neuss", was sinngemäß übersetzt "Stadt Neuss im Wandel" heißt. Für das Projekt "Urban Gardening" darf die Initiative die 2012 aufgegebene Stadtgärtnerei verwenden. Zumindest bis der angrenzende Botanische Garten erweitert wird. Mit Folientunnel, zwei Freilandbeeten und einem Staudenbeet können dort rund 300 Quadratmeter bewirtschaftet werden.

"Ich freue mich über solche Projekte aus der Bürgerschaft. Das unterstütze ich sehr gerne", sagte Umweltdezernent Matthias Welpmann, der das erste Anpflanzen am Samstag besuchte und dabei ins Gästebuch geschrieben hat.

Die Initiative "Transition Town Neuss" wurde im September 2015 gegründet - sie ist eine von 1800 weltweit. Seit 2006 gestalten solche Nachthaltigkeitsinitiativen in vielen Städten einen Übergang hin zu einer lokalen und umweltbewussten Wirtschaft. "Urban Gardening" ist dabei nur eine der möglichen Aktivitäten. Auch Leihen und Tauschen, energiebewusstes Bauen, Lebensmittel "retten" oder die Verwendung alternativer Energiequellen sind regelmäßige Projekte der Bewegung. "Wir haben noch viele Ideen", sagte Ralf Resch. Der Nachhaltigkeitsberater koordiniert die Neusser Initiative zusammen mit Rita Dunker-Kaushausen. "Wir suchen zum Beispiel noch Interessenten mit technischen Fähigkeiten für ein Repair-Café", sagte Resch. Dort könnten Elektrogeräte ehrenamtlich repariert werden, anstatt sie wegzuschmeißen.

Quelle: NGZ
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