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Neuss
Verdächtige Einbrecher nach Verfolgungsjagd gestellt

Neuss. Nach einer wilden Verfolgungsjagd, bei der auch ein 40-Jähriger angefahren und verletzt wurde, konnte die Polizei am Donnerstagabend zwei mutmaßliche Einbrecher im Alter von 22 und 27 Jahren dingfest machen. Beide sind ohne festen Wohnsitz in Deutschland. Die Indizien waren so eindeutig, dass das Duo gestern Nachmittag dem Haftrichter vorgeführt wurde. Die Polizei überprüft nun, ob die Verdächtigen noch für weitere Taten in Betracht kommen können. Der Verdacht liegt nahe, denn das Duo, so hält der Polizeibericht fest, ist "den Behörden wegen geleichgelagerter Delikte hinreichend bekannt".

Auf die Spur der Ganoven waren die Ermittler durch den Hinweis einer Anwohnerin der Further Straße gekommen. Die hatte am Donnerstag gegen 17.50 Uhr den Notruf der Polizei gewählt, weil ihr das Verhalten der beiden Männer sehr seltsam vorkam: Erst standen beide vor dem Mehrfamilienhaus und klingelten anscheinend wahllos an der Haustür. Augenblicke später entdeckte die Frau die Männer durch die Fenster in einer Etagenwohnung, wo sie augenscheinlich dabei waren, die Schränke zu durchsuchen.

Noch während des Gesprächs mit den Ordnungshütern verließen die Verdächtigen das Haus in Richtung Berliner Platz. Ein weiterer Zeuge nahm auf seinem Fahrrad deren Verfolgung auf. Als die Tatverdächtigen diesen und auch schon den ersten Streifenwagen bemerkten, gaben sie Fersengeld. Am Berliner Platz stiegen sie in einen Fiat 500 mit niederländischem Kennzeichen. Als sie vom Parkplatz fuhren, fuhren sie mit ihrem Auto den 40-jährigen Zeugen an, der leicht verletzt wurde. Während der Verfolgung des Kleinwagens ignorierte der zunächst unbekannte Fahrer die Anhaltezeichen der Polizei. Zudem missachtete er Verkehrsregeln und gefährdete sogar andere Verkehrsteilnehmer. An der Einmündung Kaarster Straße/Gladbacher Straße konnten der Fiat gestoppt und die Männer festgenommen werden.

Zwischenzeitlich hatte sich bestätigt, dass in dem von der Zeugin beobachteten Haus tatsächlich eingebrochen worden war. Offensichtlich waren in einer der Wohnungen Schränke und Schubläden durchsucht worden. Die Beute bestand aus Schmuck und Geld. Die Beute und Einbruchswerkzeug wurden bei den Verdächtigen sichergestellt.

Quelle: NGZ
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