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Neuss
Verkehrsvereins-Chefin will größer denken

Neuss: Verkehrsvereins-Chefin will größer denken
Hat die Zukunft im Blick: Henriette Wouters-Schumbeck, Vorsitzende des Verkehrsvereins der Stadt Neuss. FOTO: Woitschützke Andreas
Neuss. Neuss hat Touristen und Tagesgästen viel zu bieten. Davon ist Henriette Wouters-Schumbeck über-zeugt. Jetzt geht die Vorsitzende des Verkehrsvereins in die Offensive. Von Ludger Baten

Als sie vor mehr als 13 Jahren mit ihrem Mann nach Neuss zog, war es keine Liebe auf den ersten Blick. Heute liebt Henriette Wouters-Schumbeck (65) als Hinzugezogene ihre neue Heimatstadt so sehr, dass sie als Vorsitzende des Verkehrsvereins die Werbertrommel rührt. "Wer sich auf Entdeckungstour begibt", sagt sie, "der ist immer wieder aufs Neue überrascht, was Neuss zu bieten hat." Sie denkt an die niederrheinische Landschaft mit ihrem gut ausgebauten Rad- und Wanderwege-System, die breite Angebotspalette der Kultur von Shakespeare-Festval über Tanzwochen und Sels-Museum bis hin zur Insel Hombroich und Langen Foundation. Punkten kann die Stadt in ihren Augen auch mit den historischen Bauten wie Quirinus-Münster und Obertor sowie dem Marktplatz mit seinen Terrassenlokalen.

Im Zusammenspiel mit Neuss Marketing, der Zukunftsinitiative Innenstadt Neuss (ZIN) oder auch den Heimatfreunden hat es der Verkehrsverein übernommen, die Stadt außerhalb der eigenen Grenzen zu präsentieren. Das geschieht auf Messen wie zuletzt im norwegischen Bergen oder beim Hansefest in Wesel, das geschieht aber auch über Internet-Auftritt und Publikationen. "Wichtig ist es, dass wir einen Blick ermöglichen, der Neuss mit all seinen Facetten erfasst", sagt Wouters-Schumbeck, "wir sollten mehr Mut haben, auch einmal groß zu denken."

In Neuss vor Ort konzentriert sich der Verkehrsverein auf die Pflege von zwei Spezialisten, die fast schon Alleinstellungsmerkmale sind: der Rosengarten, die grüne Oase im Herzen der Stadt, sowie der Barfußpfad an der Erft, die dort Gnadental und Erfttal trennt. Viel Kraft kostete auch die Reparatur des Schützenglockenspiels im Vogthaus, das nun wieder die Besucher auf dem Münsterplatz erfreut. "Es war großartig zu sehen, wie viele Neusser Bürger und Unternehmen mit kleinen und großen Beträgen dafür gesorgt haben, dass das Glockenspiel wieder funktioniert", freut sich Wouters-Schumbeck. "Genau solches Engagement wollen wir wecken." Verständlich, denn der von ihr seit 2014 geführte Verkehrverein zählt nur 69 Mitglieder - und die finanzieren die Arbeit. Dabei erweisen sich einige Mitstreiter und Partner allerdings als durchaus großzügig. Auch die enge Verzahnung mit der städtischen GmbH Neuss Marketing hilft bei der Umsetzung.

Für die Zukunft haben sich Henriette Wouters-Schumbeck und ihr Team neue Ziele gesetzt: Sie wollen mehr Tagesausflügler und Touristen nach Neuss locken. Daher soll der Bekanntheitsgrad von Neuss im Ausland erhöht werden. Und in der Stadt strebt der Verkehrsverein eine Verbesserung der touristischen Infrastruktur an. Um diese Ziele auch erreichen zu können, kann sich die Vorsitzende Kooperationen mit anderen Institutionen, Vereinen und Unternehmen vorstellen. "Wir alle sind doch als Botschafter der Stadt unterwegs", sagt sie, "wenn wir uns besser vernetzen, müssten wir doch gemeinsam noch mehr für Neuss bewirken können." Der Verkehrsverein sei bereit, der Motor zu sein.

Quelle: NGZ
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