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Neuss
Vernetzte Bewegung

Neuss: Vernetzte Bewegung
Schon die Eröffnung der TG-Sportschau war spektakulär. Bei dieser Veranstaltung, die eine feste Größe ist, konnten sich 600 Zuschauer einen Überblick über das Sportangebot verschaffen. Motto des Tages: "alles vernetzt". FOTO: woi
Neuss. Rund 600 Zuschauer verfolgten gestern die 55. Sportschau der TG Neuss in der Hammfeld-Sporthalle. Von Vera Straub-Roeben

"http://www.alles-vernetzt/tg" - Was auf den ersten Blick wie eine Internetadresse aussieht, verbirgt tatsächlich viel mehr: Es ist das Motto der inzwischen 55. Sportschau der Turngemeinschaft (TG) Neuss, unter dem zahlreiche Sportler jeden Alters in den vergangenen Wochen viel Schweiß in die Vorbereitung dieses Events investiert haben. Rund 600 Zuschauer waren der Einladung in die Sporthalle Hammfeld gefolgt, um einen vergnüglichen Nachmittag zu verbringen.

"In unserer schnelllebigen Zeit gibt es kaum noch Veranstaltungen, die über so viele Jahre Bestand haben", sagte Hans-Jürgen Albers, TG-Mitarbeiter und Koordinator der Sportschau. "Unsere Veranstaltung ist längst zu einer festen Größe im Reigen der zahlreichen TG-Sportereignisse geworden." Das Geheimnis des Erfolges liege im stetigen Wandel der Darstellung, den immer neuen Themen mit aktuellen Bezügen und nicht zuletzt an immer neuen Akteuren. "Die Hauptdarsteller sind immer schon vor allem Kinder und Jugendliche, die mit ihren Vorführungen einerseits die Vielfalt des Sportangebots in der TG aufzeigen, andererseits aber auch die Leistungsfähigkeit verschiedener Abteilungen demonstrieren", so Albers.

Das Motto "http://www.alles-vernetzt/tg" wurde bewusst gewählt, denn Vernetzung ist heute allgegenwärtig: Ob man telefoniert oder sich über soziale Netzwerke wie Facebook, Twitter und Co. austauscht - inzwischen ist der Informationsfluss viel schneller als früher. Darüber hinaus sind die Menschen auf Verknüpfungen und Verbindungen angewiesen, die ihnen augenscheinlich oft gar nicht bewusst sind: unterschiedliche Verkehrsnetze, Strom- und Wassernetz - und nicht zuletzt der Sportverein, der ebenfalls ein Netzwerk bildet.

15 Aufführungen aus 14 Abteilungen wurden den Zuschauern geboten, wobei jede Gruppe versucht hat, das Thema aufzugreifen und umzusetzen - mal mehr, mal weniger offensichtlich. Die jüngsten Sportler bedienten sich zum Beispiel einer Eisenbahn, die sie in ihre turnerischen Elemente einbauten und so die Vernetzung über die Schienen thematisierten. Andere hatten ein Flugzeug als zentrales Element. Und die Fechter gingen so weit, eine virtuelle Realität, ein Videospiel, in die Wirklichkeit zu übertragen: Auf einmal wurden die Schwertkämpfe Wirklichkeit - und die Funken flogen.

Sportakrobatik, Jazztanz, Kinderturnen, Parkour/Freerunning, tänzerische Sportgymnastik, Fechten, Hip Hop, Leichtathletik, Eltern-Kind-Turnen, Rhönrad, Geräteturnen, Judo, Cheerleading und Martial Arts zeigten so Schnittpunkte, die vorher gar nicht bewusst gewesen sind. "Die Sportschau ist eine Tradition, mit der wir auch den Abteilungen die Möglichkeit bieten, sich in der Öffentlichkeit zu präsentieren, die sie sonst nicht so haben, etwa Ballett oder Rhönrad", erklärte Albers.

Zum Finale trat Jürgen "Jogi" Brockmeier als Nikolaus auf und schenkte jedem Teilnehmer und jedem Zuschauer einen Weckmann. Der ehemalige Hauptkommissar war selbst lange Zeit Mitglied in der Judo-Abteilung. "Auch wenn nicht alle technischen Abläufe, die ja immer aufwendiger werden, reibungslos funktioniert haben, sind wir sehr zufrieden mit unserer Sportschau", sagt er. Das bestätigte auch der Applaus der Zuschauer.

Quelle: NGZ
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