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Neuss
Verwaltung arbeitet an neuer Gebührensatzung für Friedhöfe

Neuss. Die Friedhofsverwaltung bleibt eine der großen Baustellen der Stadtverwaltung. Das Chaos in der Buchhaltung scheint sich allmählich zu lichten, auch wenn die Jahresabschlüsse für die Jahre 2013 und 2014 noch immer nicht vorgelegt werden können. Das macht weitere Aufräumarbeiten nötig.

Hinzu kommt allerdings, dass die Betriebsführung dieses städtischen Tochterunternehmens schon nach dem ersten Quartal absehen konnte, dass die Einnahmen in diesem Jahr hinter den Ansätzen bleiben werden. Weil das Jahr 2016 daher wohl mit einem Minus abgeschlossen werden wird, wird im Rathaus schon an einer neuen Gebührenordnung für die Friedhöfe gearbeitet. Wann die der Politik vorgelegt werden kann, vermag Umweltdezernent Matthias Welpmann noch nicht zu sagen. Doch in der Politik gibt man sich keinen Illusionen hin: Nach zwölf Jahren mit stabilen Gebühren und angesichts der wirtschaftlichen Eckdaten werden die Friedhofs-Gebühren sicher steigen (müssen).

Für das Chaos in der Buchführung nimmt das schon Anfang 2015 mit einer Sonderprüfung betraute Rechnungsprüfungsamt derzeit menschliches Versagen an. "Korruption im klassischen Sinne wurde nicht nachgewiesen", sagt Michael Klinkicht, der Vorsitzende des Umweltausschusses. Aufgedeckt wurde dieses Problem, das sich zum Beispiel in fehlenden Belegen und nur noch geschätzten Aufwendungen etwa für die Sargträger ausdrückt, von dem neu ins Amt gekommenen Betriebsleiter Peter Evertz. Er muss nun konsolidieren.

In einem ersten Schritt wurden die Friedhofsgärtner aus einigen Ortsteilen in einer Kolonne zusammengefasst, um die Arbeit gerechter zu verteilen und die Kapazitäten besser auszulasten. Nun will die Verwaltung auch einen genaueren Überblick über das Vermögen bekommen, das zum Beispiel in den langfristigen Nutzungsverträgen für die Gräber liegt. Ein Programm zur Digitalisierung der Friedhofspläne soll nächstes Jahr für 290.000 Euro angeschafft werden.

(-nau)
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