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Neuss
Von PopArt bis hin zum Stillleben

Neuss. Carola Paschold und ihre Kunstschüler zeigen viele Facetten ihres Könnens.

Die Kunstschule von Carola Paschold ist jetzt 18 Jahre alt - am Wochenende stellten die Künstlerin sowie 16 ihrer Schüler im Liedberger Sandbauernhof aus. Mit deren Leistungen ist Carola Paschold mehr als zufrieden. Zufrieden kann auch Bürgermeister Heinz Josef Dick sein: Er bekommt ein Porträt von sich geschenkt in dem für die Korschenbroicher Künstlerin so typischen Stil mit Elementen aus der PopArt. Es ist nur noch nicht ganz fertig geworden, sieht aber schon sehr vielversprechend aus.

Carola Paschold zeigte unter anderem Bilder aus ihrem Gabriele-Münter-Zyklus, die zuvor bereits drei Monate lang im Bonner Frauenmuseum zu sehen waren. Aus der New York-Serie war ein Hingucker dabei: Ein Blick auf eine pulsierende Stadt durch den riesengroßen weltbekannten roten "Love"-Schriftzug von Robert Indiana. Louisa Feuerstein und Leonie Ritgens haben zwei Gemeinsamkeiten: Beide sind 20 Jahre alt, beide waren mit ihrer Bewerbungsmappe, die sie bei Carola Paschold zusammengestellt haben, bei der Suche nach einem Studienplatz erfolgreich. Es gibt aber zahlreiche Kursteilnehmer, für die die Kunst "nur" ein schönes Hobbys ist - eines, das sie auf Dauer begeistert. Ursula Streeck beispielsweise hat bereits seit 23 Jahren Malunterricht bei Carola Paschold, zuerst als Teilnehmerin von Volkshochschulkursen, später dann als Schülerin der Kunstschule. Sie präsentierte ein Diptychon in Spachteltechnik, zum Teil collagiert; zu sehen sind der Rhein und markante Düsseldorfer Gebäude wie das Rheintor. Elisabeth Kraml war mit zarter, vielschichtiger Ölmalerei vertreten. "Das Rosenbild hat sie im Stil der Alten Meister gemalt", freute sich ihre Lehrerin. Ursula Ostermann, ebenfalls eine Leistungsträgerin unter den Erwachsenen, steuerte ein ganz besonderes Stillleben mit Kaffeeautomat und anderen Utensilien aus der Küche bei. Eine sehr grafische Arbeit: Eine Zielscheibe in Schwarzweiß und ein stilisierter Schütze in Rot - auch ein kleines Meisterwerk von Ursula Ostermann. "Einfach genial" lautete das Urteil von Carola Paschold über die figürlichen Arbeiten der 12-jährigen Alicia Fragen - sie ist die Enkelin des früheren Kulturamtsleiters Pejo Stefes.

"Er hat sich gut entwickelt", sagt die Lehrerin über einen ihrer jüngsten Schüler: Levin Kannen (9) wagte sich sogar schon an das Thema Licht und Schatten ran. Sarah Breuer zeigte eine moderne Interpretation der drei Affen, die nichts sehen, hören und sagen: Sie ersetzte die Affen durch eine schöne junge Frau, mit sicherem Strich gezeichnet.

(barni)
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