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Neuss
Vorschuss für Unterhalt könnte deutlich steigen

Neuss. Die CDU befürchtet wegen der geplanten Neufassung des Unterhaltsvorschussgesetzes für die Stadt Neuss eine Mehrbelastung in Millionenhöhe. Die Verwaltung bestätigte auf Anfrage der Christdemokraten, dass mit einer Verdreifachung der Summe ausgegangen werden müsse. Derzeit liegen die Kosten bei 2,2 Millionen Euro. Einen sogenannten Unterhaltsvorschuss erhalten Kinder, die bei einem Elternteil leben, deren anderer Elternteil seiner Unterhaltsverpflichtung nicht nachkommt.

Das Bundeskabinett hatte sich im Oktober darauf verständigt, dass im Zuge der Beratungen von Bund und Ländern zu den Finanzbeziehungen auch eine Verbesserung des Unterhaltsvorschusses erreicht werden soll. Das Bezugsalter der Kinder soll von zwölf auf 18 Jahre heraufgesetzt und die Begrenzung der Bezugsdauer auf 72 Monate abgeschafft werden. Das entsprechende Gesetz ist allerdings noch nicht verabschiedet worden.

"Im Sinne der Kinder und Jugendlichen ist die erweiterte Zahlung von Unterhaltsvorschüssen nur richtig und gut", erklärt Jörg Geerlings. "Es kann aber nicht sein, dass die Ministerpräsidentin in Berlin einer Neuregelung zustimmt und die Städte hier vor Ort dafür bezahlen müssen", moniert der Chef des Neusser CDU-Stadtverbandes.

(abu)
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