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Neuss
Wache Hoisten: Keine Gesundheitsgefahr für Feuerwehrleute

Neuss. Die Mitglieder des Löschzuges Hoisten sind in ihrer örtlichen Feuerwache keinen gesundheitsgefährdenden Stoffen wie Asbest oder Schimmel ausgesetzt. Das ist das Ergebnis einer Überprüfung des Gebäudes, das schon vor Jahren als schlechteste Wache im Stadtgebiet bewertet wurde und für das die Politik unverzüglich einen Neubau fordert.

Der Rat hat deshalb der Verwaltung vergangenen Freitag den Auftrag erteilt, unverzüglich, wie der Hoistener Stadtverordnete Karl-Heinz Baum (CDU) betont, die für den Neubau notwendige Machbarkeitsstudie und Bedarfsplanung vorzunehmen und im nächsten Planungsausschuss zur Beschlussfassung vorzulegen.

Genauso dringend wie der Ruf nach dem Neubau war der schwarz-grünen Koalition die Gesundheit der Feuerwehrangehörigen. Baums Hinweis auf ein Gutachten des Gemeinde-Unfallversicherungs-Verbandes (GUV), wonach "gravierende schimmelpilzbildende Feuchtigkeitsschäden und Risse in den Wänden sowie Deckenplatten mit asbesthaltigem Eternit" vorhanden seien, beantwortet Planungsdezernent Christoph Hölters mit der Zusage einer sofortigen Überprüfung. Die ist auch sofort erfolgt. Eine Gesundheitsgefahr, so Hölters, könne definitiv ausgeschlossen werden.

Die Wache Hoisten mag alt und abgenutzt sein, Funktionalität und Betriebssicherheit sind aber trotzdem sichergestellt. Auch das ergab die Überprüfung. Gleichwohl wurden einige bauliche Maßnahmen erwogen und zum Teil angeordnet. Den, so Baum, "unmöglichen Zustand", dass es keine Umkleide für Frauen gibt und sich die Mannschaft in der Wagenhalle umzieht, wird man nicht beenden. Aber es wurde vereinbart, dass der Einbau einer Abgasabsauganlage oder eine vergleichbare Lösung her muss.

Ausblühungen an den Wänden im Kellerabgang ließen zwar auf Feuchtigkeit schließen, Schimmel, so hält die Stadt fest, konnte aber nicht festgestellt werden. Fehlende Platten in der Deckenverkleidung werden ersetzt, die anderen überprüft. Eine Freisetzung von gefährlichen Fasern sei aber schon jetzt auszuschließen. Und zuletzt: Risse in Ausfachungswänden wurden zwar festgestellt, sie seien statisch aber nicht relevant.

(-nau)
 
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